Als Kind hat man keine Ahnung. Scheinbar.
Warum unternimmt man im Urlaub eigentlich lauter Sachen, die einen früher, beim gemeinsamen Urlaub mit den Eltern, null interessiert haben? Ins Museum? „Laaaangweilig!“ Gärten ansehen? „Buuuh!“ Und jetzt? Lass mal in New York den Botanischen Garten ansehen. „Na klar, ist bestimmt voll schön. Und morgen dann ins Museum?“ Vielleicht merkt man erst, wenn mal alt wird (also irgendwann so über 20), dass so Erwachsenen-Ziele auch interessant sein können 😀

Dumm gelaufen… nicht so schlimm.
So planten wir also bei unserem ersten Besuch in New York auch einen Besuch im Botanischen Garten in Brooklyn. Rein in die U-Bahn, einmal umsteigen, aussteigen. Und schon ist man da. Wenn man denn an der richtigen Station aussteigt. Haben wir natürlich nicht gemacht und mussten bei der Hitze (in dem Sommer waren es oft um die 35°C) noch durch ein paar Straßen spazieren, um zum Eingang zu kommen. So konnten wir aber noch ein bisschen die Brooklyn’sche Neighborhood ansehen, ist ja auch nicht schlecht.

Es grünt so grün
Im Garten angekommen folgten wir einem Weg durch das Grün bis wir zu einem kleinen See kamen. Den umrundeten wir langsam und kamen zum Japanischen Garten.




Japan in Brooklyn
Den japanischen Garten erkannte man von weitem, denn im See stand ein japanisches Tor, sodass wir schöne Bilder über das Wasser knipsen konnten. Leider war der See durch das Wetter (es war schon vor unserer Ankunft lange Zeit sehr heiß und gab kaum Regen) ziemlich grün und gar nicht blau. Aber schön war’s hier trotzdem.



Tierisch was los
Kurz drauf kamen wir zu einer kleinen Hütte oder Pavillon, der etwas über das Wasser ragte. Hier legten wir eine kleine Pause ein, die Hitze war schon anstrengend. Doch hier konnte man sitzen, den Blick über den See und den japanischen Garten schweifen lassen. Dabei die Fische und Schildkröten im Wasser beobachten oder auch einfach mal versuchen, eine Nahaufnahme der Fliege zu machen, die einem auf dem Geländer vor der Nase herumkrabbelte und besonders dick war.





Sayonara
Nach einer Weile rumsitzen gingen wir weiter und umrundeten den See. Hier gab es noch mehr japanische Dekoration zu sehen. Dann verlassen wir die asiatische Gartenkultur und widmen uns anderen Gärten.




Wir kamen an verschiedenen Gärten vorbei: Schön angelegten Gärten mit kleinen Wasserbecken, großen Wiesen mit Obstbäumen, bunte Blumen voller Schmetterlinge. Schön war’s hier.





Pflanzen-Ranken
Man konnte sehen, dass vieles gebaut wurde, damit die Pflanzen daran wachsen konnten. Nicht nur kleine und große Bögen zum daran ranken, sondern auch ein ganzes Häuschen mit „leerem“ Dach, das noch von Blumen und anderen Gewächsen überwuchert werden kann. Mittlerweile ist es wahrscheinlich komplett zugewachsen. Ansonsten ist das Haus offen, nur wie eine kleine Laube durch wenige, durchlässige Wänden gestützt. Diese haben runde Fenster, die wie Bilderrahmen für die umliegende Blumenlandschaft wirken.




Am Rande der Zivilisation
Weiter ging’s an einem Biotiop vorbei zu schattigen Lauben und Bäumen. Mittlerweile sind wir am Rand des großen Gartens angekommen, sodass man wieder die Häuser außenrum sehen kann. Die hohen Wohnhäuser sind da zwar eher weniger schön, doch direkt am Garten steht auch das Brooklyn Museum, was wiederum auch von hinten sehr schön anzusehen ist.






Papillon & Pavillon
Nun auf der Rückseite der großen Wiese vorbei wieder zurück. Ein schöner Teich wurde hier angelegt, daneben ein großer Glas-Pavillon, in dem Kakteen stehen. Es ist jedoch so heiß, dass wir keine Lust auf Gewächshaus-Feeling haben, in dem noch dazu stickige Luft ist. Wir ziehen lieber von Schattenplatz zu Schattenplatz. Und entdecken einen riesigen Schmetterling, der etwa so groß ist wie eine Handfläche. Leider flattert er nervös umher und lässt sich nur sehr schwer fotografieren bevor er verschwindet.






Wild und modern
Wir folgen weiter dem Weg durch die verschieden angelegten Gärten. Da gab es eher wilde Gärten, in denen scheinbar alles kreuz und quer wuchs, aber auch moderne Gärten, in denen jede Pflanze akribisch genau an ihren Platz gesetzt wurde. Und überall wuchsen bunte Blumen, Palmen und allerlei unterschiedliche Bäume und Sträucher.






Ende Gelände
Und schließlich war der Park zu Ende. Wir nahmen den Ausgang am Brooklyn Museum und stellten fest: wären wir hier aus der U-Bahn ausgestiegen, hätten wir nur einen etwa 2minütigen, schattigen Fußweg zum Eingang gehabt. Nun hatten wir 10-15 durch die Sonne. Naja. Man lernt.


Was wir interessant fanden: obwohl der Garten sooo groß jetzt auch nicht ist, waren die Passanten an den beiden Eingängen doch sehr unterschiedlich. Während an unserem Eingang eine Mischung aus normal gekleideten schwarzen und weißen Menschen herumlief, war an unserem Ausgang eine auffällig große Zahl an jüdischen Amerikanern unterwegs. Erkennbar an Hut und Löckchen oder der Kippa, aber auch an der für uns viel zu warmen Kleidung, die sie trugen.


Zurück nach Manhattan
Nachdem wir noch ein wenig an der Straße herumgestanden hatten (wie so oft Straßenschilder fotografiert, aber auch das Museum) gingen wir zur U-Bahn. Die Station war mal wieder schön mit Mosaik gestaltet, diese hatte aber auch ein paar weitere Verzierungen, vermutlich durch das Museum. Das jedoch sparten wir uns für ein anderes Mal auf und fuhren zurück nach Manhattan.


