Convention-Besuch: David Tennant bei „Proud Nerd – Angels, Demons & Doctors“

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So, 5 Jahre nach meinem letzten Beitrag kann ich ja mal meinen Blog wieder nutzen 🙈
Herzlich Willkommen zu meinem kleinen Con-Bericht über David Tennant & Co. Wer mich kennt, weiß, dass das schon eine Lüge war und ich mich nicht kurzfassen kann, immer viel zu weit ausholen muss. Warum sollte es dann dieses Mal anders sein? Ich baue aber Links zum Überspringen ein, damit für euch uninteressante Stellen übersprungen werden können.
Hier auch schon der erste, wenn ihr die Vorgeschichte überspringen wollt und direkt zum Beginn der Con wollt: Skip to the good part (wem von kitschigem Gelaber schlecht wird, der sollte auf jeden Fall überspringen! 🤣)

Wie man sich besonders dumm anstellt, zum David-Fan zu werden

Also, wo fangen wir denn mal an? 2015 glaub ich. Ich sag ja, ich muss weit ausholen. Was war da vor fast 10 Jahren? Da hab ich bei Youtube herumgeklickt und der Algorithmus hat mir ein Thumbnail von einem weinerlichen Typen vorgeschlagen, was ich angeklickt hab. Es war ein Video von den NTA-Awards, von denen ich damals noch nie gehört hatte, ein Special Recognition Award sollte verliehen werden an einen Schauspieler namens David Tennant. Von dem hatte ich schonmal gehört, aber außer Harry Potter nichts gesehen. Der Preis war eine Überraschung für ihn, er bekam einen Videozusammenschnitt gezeigt, in denen Kollegen/Freunde/Familie lauter nette Sachen über ihn sagten. Davon war er ganz überwältigt, wurde die ganze Zeit von seiner Frau beruhigend über die Schulter gestrichen. Es war so ein schönes Video, dass ich es in den nächsten Jahren immer wieder anschaute, wenn es mir vorgeschlagen wurde. Worauf möchte ich also hinaus? Dass ich vor fast 10 Jahren zum David Tennant-Fan wurde? Nö. Dass ich vor fast 10 Jahren ein Vollidiot war.

Das Special Recognition Video

Stellt euch vor, ihr seid irgendwo einkaufen und kommt an einem Süßigkeiten-Laden vorbei. Vor der Tür steht ein Mitarbeiter und verschenkt Bonbons. Man nimmt eins und isst es und es ist so lecker! Und was mache ich? Ich gehe nicht rein in den Laden, weil denke, dass es drinnen teuer und ungesund wird. Dieses Bonbon ist das NTA-Video. Ich bin also immer wieder zum Laden zurückgegangen, um dieses gleiche Bonbon nochmal zu genießen, aber ich hab mich nicht in den Laden reingetraut, weil ich fürchtete, dass es drinnen zu gut ist.
Zeitsprung ins Jahr 2022. Ich bin bei einer Convention, wo u.a. David Tennant zu Gast ist. Besucher freuen sich tierisch, ich eher: aha, ja, egal. Jemand bei Facebook konnte nicht kommen und verschenkte ihren DT-Fotogutschein. Ich nahm ihn, weil eine Freundin ein großer David-Fan ist und ich ihm ein Foto von ihr in die Hand drücken will, damit sie ein Foto mit ihm hat. Es ist kurz nach Corona, David hat eine no touching-Regel. Besucher alle traurig, ich eher: ich will den ja gar nicht anfassen. Con rum, Freundin freut sich, schön.

Foto von mir mit David Tennant, wir zeigen beide auf ein (im Nachhinein unkenntlich gemachtes) Foto, welches er in der Hand hält
Erstes David-Treffen, völlig undankbar

Weiterer Zeitsprung. Keine Ahnung wohin genau. Erste Staffel Good Omens war draußen, Tennant- und Gaiman- und Pratchett-Fans rasten gleichermaßen aus. Ich schaute mit Alex, meinem Freund, 3 Folgen, aber wir kamen irgendwie nicht rein und gaben auf.

So, dann gehen wir mal in den späten Herbst 2023. Freunde sind besessen von Good Omens, vor allem von der neuen zweiten Staffel. Ich will es also nochmal versuchen und binge die erste Staffel an einem Tag, die zweite Staffel an einem anderen (teilweise während eines VIEL zu langen Bades 😄). Und dann reihte ich mich ein in die Riege meiner besessenen Freunde. Was für eine wundervolle Serie! Und die beiden Hauptdarsteller waren einfach SO unfassbar gut! Damit stellte ich fest: ich war in den Süßigkeitenladen reingelockt worden. Ich stand mittendrin, um mich herum die leckersten Sachen in leuchtend bunten Farben, keine Ahnung wo der Ausgang ist, aber der interessiert mich auch gerade überhaupt nicht. Und in einer Ecke auch noch ein großes Bällebad. Ich hab Anlauf genommen und bin reingesprungen. Und sitze bis heute drin. Jeder Ball wird einzeln hochgehoben und bewundert, bis ich mir einen neuen aussuche (Danke an Steph für diese Metapher). Unmetaphorisch: ich schaue mir nach und nach Davids Filme/Serien an und bin ganz begeistert von dem, was er da so macht. Schnell stellte ich fest, dass er kein Social Media hat, doch seine Frau hat es. Ich wollte ihr aber nicht folgen, weil ich es irgendwie unfair für sie fand. Ihr nur wegen ihres Mannes zu folgen? Bisschen asozial. Aber ich tat es dann doch und bin nun auch ein großer Fan von ihr, weil sie einfach so unfassbar cool ist und toll und witzig. So zog sie mich also weiter in die Tiefe des Bällebads. Sie hat bestimmt auch den Laden von innen zugeschlossen.

Und dann kam auch schon, was ich erwartet hatte, und ich freute mich wahnsinnig darüber: es wurde teuer. Ein Convention-Anbieter kündigte eine Good Omens/Doctor Who-Crossover-Convention an und bald wurde klar: David würde ein Gast dort sein. Hab noch nie so schnell so viel Geld rausgeschmissen, aber ich tat es mit Genuss. Die Con würde meine 43. Con werden (hab früh angefangen), und ich glaube, ich war selten SO voller Vorfreude wie jetzt. Und ich kaufte alles ein: Ticket, Fastlane, Foto, Autogramm, Meet&Greet. Es war ganz genau so, wie ich es vor 10 Jahren befürchtet hatte: das Betreten dieses Süßigkeitenladens namens David Tennant wird sehr teuer. Ob es auch ungesund ist? Ich glaube nicht. Ich geh nicht stalken und hab auch keine Hochzeitsfantasien oder so 😄 Aber ich würd gern mal mit ihm zusammen arbeiten🤣 (wäre ja vielleicht gar nicht so schwer, arbeiten wir doch in der gleichen Branche – aber fuck you, Brexit).

Instagram-Bild der Proud Nerd-Convention. Es zeigt ein Bild von David, seinen Namen und die Daten der Con.
Davids Ankündigung

Es waren natürlich auch andere Schauspieler eingeladen, auf die ich mich auch freute. Am meisten freute ich mich auf Maggie Service und Nina Sosanya (Maggie und Nina in Good Omens), da ich deren Rollen auch sehr mag. Ich freute mich aber auch auf Peter Davison und Ty Tennant, die in Good Omens Hiob und Ennon spielten, Peter war außerdem auch mal Doctor Who (der 5te), und noch dazu waren sie Davids Schwiegervater bzw sein Sohn, kleines Familientreffen also. Sehr sehr schade, dass Georgia die Runde nicht perfekt machte, aber jemand muss ja auf die Kinder aufpassen. Und vielleicht hat sie auch gar keine Lust auf sowas, auch verständlich. Es war auch Janet Fielding da, die als Companion von Peters Doctor und seines Vorgängers bekannt war, sowie Sylvester McCoy, der die siebte Inkarnation des Doctors gespielt hatte. Den hatte ich vorher schon einige Male gesehen und auch filmen dürfen, auf ihn freute ich mich schon sehr. Er ist einfach total lustig und obwohl er schon 80 ist, hat er einfach noch so eine unfassbare Energie. Und zu guter Letzt waren auch noch Rich Keeble und Donna Preston angekündigt, die Mr Arnold und Mrs Sandwich bei Good Omens spielten, beide Mitglieder in der Shopkeepers and Street Traders Association der Whickber Street, in der auch Aziraphales Buchgeschäft steht. Na das sollte ja eine Con mit vollem Programm werden, vor allem da sie nur einen Tag ging. Noch ein Pluspunkt: es fand in einem alten Kloster statt! Wie passend zum Good Omens-Thema!

Con-Vorbereitungen

Eine Freundin hatte mir mal einen Link zu Reddit geschickt, den ich nicht öffnen konnte, wenn ich mir kein Konto anlegte. Also tat ich das und folgte auch gleich dem /davidtennant-Kanal. Darüber lernte ich schnell ein paar Leute kennen. Eine davon hieß Su, sie kam auch zur Convention und wir waren gleich auf einer Wellenlänge, sodass wir beschlossen, gemeinsam hinzugehen. Normalerweise gehe ich immer mit einer Freundin auf Cons, aber sie war nicht wirklich in Good Omens reingekommen und hatte auch kein Doctor Who gesehen, drum war es nichts für sie. Eine andere Freundin hatte überlegt, doch da sie aus Schottland kam, war es natürlich eine weite Anreise. Als sie noch überlegte, waren Davids Foto-Op-Gutscheine innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Kurz drauf wurde ein zweiter Slot aufgemacht. Ich hatte die Befürchtung, dass der auch ausverkauft sein würde, bevor sich besagte Freundin entschieden hatte. Und was, wenn sie kommen wollte, und es gab keine Fotos mehr? Wie enttäuschend. Also kaufte ich schnell ein Foto im zweiten Slot. Entweder würde sie mitkommen und ich hatte ihr das Foto gesichert, oder sie würde nicht mitkommen, dann „muss“ ich halt zwei Bilder machen. Am Ende siegte bei ihr die Vernunft und sie kam nicht mit. Eine andere Freundin, Steph, (die NOCH weiter weg wohnt, in den USA, sodass eine Teilnahme außer Frage war) bat mich, ein Autogramm für sie von David zu holen, auf einem selbstgemachten Kunstwerk. Das machte ich natürlich gerne. So hatte ich also jeweils zwei Gutscheine, hatte mir auch gleich ein Fastlane-Ticket gegönnt (wenn man einmal damit anfängt, kommt man davon nicht mehr los). Außerdem hatte ich mir extra neue Schuhe für die Con gekauft: weiße Schuhe mit glitzernden Engelsflügeln dran und LED-Beleuchtung. Leider eine Größe zu klein, weil’s Kinderschuhe sind, die es in meiner Größe nicht gibt, aber einen Tag lang kann man das bestimmt mal aushalten.

Weiße Turnschuhe mit schimmernden Elementen sowie glitzernden Flügeln und durch LEDs leuchtende Sohlen. Auch die Flügen leuchten.
Engelsschuhe

Ein Hotel hatte ich mir auch gebucht sowie einen Mietwagen für die 4 Stunden lange Anfahrt. Die nutzte ich, indem ich ein Hörbuch einer wunderschönen Fanfic hörte, die Steph geschrieben und aufgenommen hatte. Schaffte ich aber zeitlich nicht ganz. Am Hotel angekommen checkte ich schnell ein (im strömenden Regen), holte dann Su (aus dem Reddit) ab und wir gingen zum Italiener, Abendessen. Damit wir uns schonmal etwas kennenlernen konnten, bevor wir den kommenden Tag bestritten. Wir haben lange gequatscht, sind aber trotzdem früh wieder zurück in unsere jeweiligen Hotels, damit wir ausgeschlafen waren. Dort sortierte ich schonmal alles für den nächsten Tag: Jeanshose, Aziraphale-T-Shirt, und weil’s doch etwas kühler werden würde als erwartet, eine Art Blazer für drüber.

Ein Hotelzimmerschreibtisch mit Chaos: Handy, Haarbürste, TV-Fernbedienung, Fotoapparat-Akkus, eine Kaugummidose, ein paar bunt gestreifte Chucks-Schuhe, die Engelsschuhe vom vorherigen Bild, die mit der Steckdose verbunden sind und rot leuchten.
Vorbereitungschaos. „Schuhe aufladen“ macht man ja auch nicht so oft.

Am nächsten Morgen schrieb Su mir, dass die Schauspieler im gleichen Hotel waren wie sie, da sie sie beim Frühstück gesehen hatte. Als ich sie abholte, sah ich auch noch Peter Davison und Sylvester McCoy und wie alle in einem Van weggebracht wurden. Damit es nicht stalkermäßig wirkte, warteten wir noch ein Weilchen und fuhren dann erst zur Con-Location.

Die Convention beginnt!

Als wir ankamen, war der Parkplatz schon recht voll, wir bekamen einen Platz ziemlich weit hinten. Da ich zwischendurch bestimmt mal zum Auto wollte, würde das ja sicher nervig werden, aber so ist es nunmal. Die Schlange an Leuten war auch schon sehr lang, doch wir dachten uns, mit Fast Lane können wir ja vor. Nur wusste von den Securities niemand etwas davon, sodass wir uns in die laaaange Schlange einreihten. Und die war wirklich lang, ging halb durch den Wald, über enge, matschige Wege. Am Tag zuvor hatte es geschüttet wie aus Eimern. Das war jetzt zum Glück vorbei, doch nass war trotzdem noch alles. Gut, dass ich meine weißen Schuhe erstmal im Auto gelassen hatte.
Während wir warteten, kamen immer mehr Leute an uns vorbei, um sich ebenfalls einzureihen. Sehr viele Leute waren im Cosplay, ein Crowley nach dem anderen, ein Aziraphale nach dem anderen, ein 10th Doctor nach dem anderen. Sehr schön!


Schließlich wurden die Tore geöffnet und die Schlange setzte sich langsam in Bewegung. Es ging dann doch ziemlich schnell, bald waren wir dran und unsere Tickets wurden gescannt. Wir bekamen einen undefinierbaren Stempel auf die Hand, eine Art Engelkatzengummibär?

Eine Hand mit einem Stempel drauf, ein grünes und ein pinkes Bändchen ums Handgelenk.
Bändchen und Stempel

Damit konnten wir das Gelände verlassen und wieder betreten. Nächster Halt: Infohäuschen. Dieses Mal waren nur 2 Leute vor uns, hinter uns bildete sich aber recht schnell eine neue Schlange. Als wir dran waren, bekamen wir ein grünes und ein pinkes Bändchen, sowie ein Lanyard. Nun sind wir also startklar. Fast. Denn noch stehen wir auf dem Klostergelände und haben keine Ahnung, wo wir hin müssen 😄 Schnell den Lageplan runtergeladen, kurz orientiert, und zum nächsten Gebäude spaziert.

Der Lageplan des Klosters. Man kann sehen, wo sich zB die Bühne und wo die Foto- und Autogrammräume befinden.
Lageplan des Klosters

Da hatte sich auch schon eine sehr lange Schlange vor einer Tür gebildet. Kein Schild und kein Helfer in Sicht, doch dieses Mal gingen wir an der Schlange vorbei, um vorne rauszufinden, wie die Fast Lane funktioniert. Zunächst linsten wir aber erstmal über die Köpfe hinweg in den Raum hinter der Tür. David war schon zu sehen, er trug seine Brille und eine orangene Jacke. Kein Bart. Eine kurze Weile schauten verzückt durch die Tür, dann und fragten vorne bei den Schlangestehenden nach der Fast Lane. „Da musst du den Mann mit der Glatze anstupsen und der macht das dann.“ Der Mann stand drinnen, ich stand draußen, zwischen mir lauter Leute. Aber mit Arm ausstrecken und einer Mappe als Arm-Verlängerung hat das Anstupsen dann doch geklappt, er holte uns sofort rein, so waren wir schneller dran als uns lieb war 😄 Wir mussten uns doch erstmal noch kurz sortieren! Wir stellten uns an die Seite, ließen die Leute hinter uns vor. Erstmal den richtigen Autogramm-Voucher rausholen, ich testete schnell nochmal den Stift, den ich vorher gekauft hab, und auf ging‘s zu David. Mein erstes Autogramm für heute war gar nicht für mich, sondern für Steph, die ein wunderschönes Crossstitch-Bild von Good Omens erstellt hatte, inklusive filigraner Zitate. Dieses Bild durfte ich für sie von David unterschreiben lassen, natürlich auf Crowley. Auf ihren Wunsch mit silbernem Stift, den ich vorher extra in einem Büroartikel-Laden gekauft hatte, weil es in Geschäften wie Müller oder Kaufhof seltsamerweise keinerlei silbernen Stifte gab, die auf Stoff schrieben. Den Stift hatte ich am Tag zuvor schon vorbereitet: durchgeschüttelt und so lange herumgedrückt, bis die Farbe kam, so konnte nichts schief gehen.

Ein Kreuzstich. Der Hintergrund ist lila-marmoriert wie ein Nebel im All, vorne sind Crowley in rot-schwarz sowie Aziraphale in beige draufgestickt sowie zwei Zitate.
Good Omens-Kreuzstich von Steph

Autogramme, erste Runde

Also los. Die Frau neben David fragte mich nach meinem Namen für die Personalisierung, doch ich brauchte ja keinen, Steph wollte ihren Namen nicht auf ihrem Kunstwerk haben. Kein Problem. So bekam die Frau nur meinen Autogrammgutschein und ich ging zu David. Vor 3 Monaten war er angekündigt worden, jetzt war es endlich so weit. Ich glaube, ich war schon lange nicht mehr SO voller Vorfreude auf einen Con-Gast wie heute. Ich begrüßte ihn mit „Nice to meet you“, legte ihm den Kreuzstich samt Stift vor und sagte ihm, dass dieses Autogramm nicht für mich, sondern eine Freundin sei. „Oh, I’ll do my very best!” sagte er, und “Let me make sure this is working.” während er den Stift nochmal testete. Sicher ist sicher. Er vergewisserte sich nochmal „just down here?“ und unterschrieb dann auf dem Crowley. War nicht ganz so leicht, da die Fasern vom Stift mit den Fasern vom Bild verfusselten, aber es klappte dann doch ganz gut. Während er schrieb, sah er sich das Bild genauer an und meinte „That‘s amazing! What a piece of work!” und ich erklärte ihm, dass es sie ewig dafür gebraucht hatte. „Yeah I bet! What a beauty.“
Hab ihm dann erzählt, dass sie in Portland wohnt, also ein bisschen zu weit, um zur Con zu kommen. „Yeah, sure. Send her my very best!“ Ich bedankte mich und sagte, dass ich später nochmal für mein eigenes Autogramm wiederkommen würde („Very good.“) und verabschiedete mich.
Noch bis zum Vortag hatte ich gedacht, dass ich während des Unterschreibens ein Video oder wenigstens Foto von David mit dem Kunstwerk machen wollte, damit Steph wenigstens sehen konnte, wie David ihre Arbeit in den Händen hielt. Doch beides war nicht erlaubt. Ich wollte ja niemanden verärgern, drum versuchte ich es auch gar nicht irgendwie heimlich zu machen. Nach dem Event sah ich SO viele Fotos und Videos von David während der Autogramme und Foto-Shoots, so viele hatten dieses „Verbot“ ignoriert. Es ärgerte mich, dass ich es nicht auch einfach gemacht hatte. David hätte vielleicht sogar Verständnis dafür gehabt, wenn ich ihn gefragt hätte. Naja, hinterher ist man ja immer schlauer…

Su war bei den Autogrammen nach mir dran, ich wartete mit etwas Abstand, bis sie fertig war, dann verließen wir die kleine Halle durch den Ausgang. Erste Runde geschafft, yay! Als nächstes standen unsere Fotos mit David auf dem Plan. Aber bis dahin war noch Zeit, und wir mussten ja auch nicht gleich zu Anfang anstehen. Drum gingen wir erstmal zurück zum Auto, damit ich Stephs Autogramm schonmal ablegen konnte, damit es aus der Gefahrenzone (aka meiner Tasche) war. Und ich wollte meine Schuhe wechseln. Die meisten Pfützen waren getrocknet und das Gelände sowie der Parkplatz waren größtenteils matschfrei.

Eine weiße Ente, im Hintergrund sieht man u.a. eine Tardis.
Wenig Pfütze, viel Ente.

Fotos, erste Runde – und zweite

Zurück auf dem Gelände fanden wir schnell den Eingang zu den Fotos, wo wieder eine lange Schlange stand. Wir gingen wieder nach ganz vorne und fragten nach Fast Lane. „Oh, die sind schon drin, kommt mit.“ Wir wurden zu einer Treppe gebracht, wo wir nochmal warten mussten. Aus Sicherheitsgründen durfte nur eine bestimmte Anzahl Leute nach oben, also mussten wir erst warten, bis wieder Leute runterkamen.

Schließlich durften wir rauf, und stellten uns mal wieder in eine Schlange. Keine Ahnung, ob wir da auch nochmal hätten dran vorbei fastlanen dürfen, aber wir hatten ja eh nichts anderes vor und so schlängelten wir uns mit durch den schönen Dachboden des Gebäudes. Wir hatten beide zwei Fotos, eins wollten wir mit Pose, eins nur mit Hug machen. Letzteres zuerst, das war einfacher, die Pose dann in der zweiten Runde. Wir waren uns aber nicht sicher, ob er wohl Hugs machte. Sobald er in Sicht war – jetzt ohne Brille und ohne orangene Jacke – beobachteten wir die Leute und was sie so machten beim Foto. Als nur noch ca 10 Leute vor uns waren, wurde unser Voucher-Code gescannt. Die Helferin, die das tat, bemerkte meine leuchtenden Schuhe und sagte, dass sie die cool fand. Yay, Danke!

Leute stehen Schlange unter einem Dachgebälk mit einem Kronleuchter.
Anstehen unterm Kronleuchter

Eine der Gäste war mit dem Foto fertig, bat David aber noch, einer Person zu winken, die weiter hinten im Raum stand und kein Foto machte. David winkte random in den Raum, bekam daraufhin gleich eine Richtungskorrektur. Woraufhin er sich entschuldigte, dass er keine Kontaktlinsen trage und deshalb nicht wisse, wo er hingucken muss, weil „I don’t see a thing“. Hahaha, der arme Kerl! Witzigerweise hatte ich morgens beim Kontaktlinsen reinmachen noch drüber nachgedacht, was für eine Stärke Davids Linsen/Brille wohl hat. So Gedanken, die man halt morgens vorm Badezimmerspiegel hat, ist doch ganz normal!? *hust* Aber jetzt bemitleidete ich ihn etwas, weil es echt nervig ist, wenn man alles nur verschwommen sieht und keine Leute erkennt.

Immer wenn einer das Foto verließ, breitete David schon den Arm aus, um den nächsten zu empfangen. Einen richtigen Umarmungs-Hug machte niemand, aber fast alle hatten sowas angehugtes. Die meisten legten ihre Hand auf Davids Bauch und er hielt deren Arm fest. Na dann machen wir das auch mal so.

Ich war zuerst dran, ließ mich von seinem Arm empfangen und sagte „Nice to meet you“ und legte also wie die Leute vor mir meinen Arm so halb um ihm, sodass meine Hand auf seinem Bauch lag. Ooooooh sein Pullover war SO unfassbar flauschig! Ehe ich mich versah, war das Foto auch schon gemacht, ich bedankte mich, und machte den Platz für Su frei. Ich ging zum Foto-Tisch, an dem gleich alles ausgedruckt wurde. Auch die digitalen Bilder sollte es relativ zeitnah geben, „bei David vielleicht etwas Geduld haben“. Doch das war gar nicht nötig. Während die Fotos ausgedruckt wurden, wurden auch Zettel mit QR-Codes und einer schlechten schwarz-weiß-Kopie des Fotos ausgedruckt. „Don’t forget your receipts!“ hieß es immer wieder. Unsere Fotos und QR-Code-Receipts waren schnell da, und ich stellte fest, dass David meinen Arm gar nicht in die Hand genommen hat. Jetzt sieht es einfach nur so aus, als würde ich seinen Bauch anfassen, ich lach mich tot 🤣 Aber egal, ist trotzdem ein schönes Foto!

Anne & David
Foto mit David Tennant – dieses Mal MIT Anfassen 😂

Wir nahmen unsere Taschen und hielten in Richtung Ausgang nochmal an einer Art Theke an, um unsere Sachen zu sortieren und die Fotos wegzupacken. Ich knipste aus Neugier schonmal meinen QR-Code ab – und da war auch schon das digitale Foto! Also SO schnell habe ich bis jetzt noch keins gehabt! Ich hab mich ja sonst schon immer gefreut, wenn man das digitale Foto am gleichen Tag oder gar ein paar Stunden später schon bekam. Aber innerhalb von Sekunden? Wahnsinn! Sehr cool. Dicker, dicker Pluspunkt für die Con. Mit Sternchen.

Wir wollten gerade wieder die Treppe runtergehen, als ein Helfer vorbeikam und Su ihn geistesgegenwärtig aufhielt, um zu fragen, ob wir für den zweiten Fotoslot als Fast Lane direkt oben bleiben konnten, oder ob wir uns unten wieder anstellen müssten. Er klärte es über sein Walkie-Talkie ab und wir durften oben bleiben. Also stellten wir uns oben wieder in die Schlange. Su wusste schon, was sie im Foto machen wollte, eine Pose aus Doctor Who. Ich hatte lauter Ideen, wusste aber nicht, ob die umsetzbar waren und hatte auch keine guten Fotos im Internet gefunden, die man als Beispiel vorzeigen konnte, um ein kompliziertes Erklären zu vermeiden. Eine meiner Ideen war es, ein Good Omens-Buch mit ins Bild zu nehmen, doch das lag noch im Auto. Und die Schlange vor uns wurde kürzer und kürzer. Ob ich nach einem Hug fragen sollte? Aber was, wenn das vom ersten Bild heute seine Hugs waren? Dann hätte ich zweimal das Gleiche. Und ich will ihn ja auch nicht in einen „richtigen“ Hug drängen, wenn ihm nicht danach ist. Zum Glück hatte ich irgendwann mal angefangen, diverse Posen-Ideen im Handy abzuspeichern, drum suchte ich mir in letzter Minute eine lustige daraus aus.

Dieses Mal war Su vor mir dran, sie zeigte David auf dem Handy die Szene. David wusste sofort, was von ihm erwartet wurde, und das Foto war schnell gemacht. Als ich dran war, hielt ich ihm mein Handy hin und fragte ihn, ob wir dieses Foto nachstellen konnten. Er fragte schnell, ob er den Part des Mannes auf dem Bild einnehmen solle, das sollte er, und er nahm sie schnell ein. Eigentlich musste er dafür ja nur da stehen und doof gucken. Ich hingegen „musste“ ihn seitlich umarmen. Das hatte ich manchmal schon bei Alex gemacht, da komme ich gerade so rum, kann gerade eben so meine Hände zusammen machen. Bei David hingegen … ich schlang die Arme um ihn und war ganz plötzlich schon um ihn rum, wusste gar nicht, was ich mit meinen Händen machen sollte 🤣 Er war noch dünner als erwartet (nicht, dass ich irgendwas „erwartet“ hätte, aber … da war so wenig da!).

Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man sich zB mit dem Fahrrad auf die Nase legt und sich die Sekunde des Falls ewig zieht und man während des Falls noch so viele Gedanken denkt? So ähnlich fühlte sich diese Situation an, ich hab gefühlt ewig überlegt, was ich denn mit meinen blöden Händen anstellen soll. Aber scheinbar hab ich sie doch recht schnell einfach eingeklappt. Und David zu squeezen war auch etwas angenehmer als so ein Fahrradsturz hahaha. Ich bedankte mich wieder bei ihm und sagte „see you later“.
Auf dem Weg zum Foto-Tisch überlegte ich, was David wohl für ein Gesicht gemacht hatte, ob das hoffentlich so ähnlich war wie auf dem Foto im Handy? Aber was mache ich mir denn da Gedanken, er ist doch Profi, natürlich machte er genau das Gesicht, was ich mir vorgestellt hatte, wenn nicht noch besser! Mit unseren Fotos und Codes gingen wir wieder zu dieser Theke, auf der wir unsere Sachen ausbreiten konnten und alles sicher verpackten – und ich schnell das Bild runterlud.

Anne & David, lustig
🤣🤣🤣

Crowley, Crêpes und Peter

Wieder aus dem Gebäude raus, gingen wir zum Gebäude, in dem die Panels stattfanden. Wir hatten vorher schonmal kurz reingeschaut als Rich & Donna auf der Bühne waren. Die habe ich leider Foto- und Autogramm-technisch ausgelassen, aber zumindest habe ich sie kurz auf der Bühne gesehen, da war deren Panel aber auch schon fast vorbei (verpasst, weil wir die David-Fotos gemacht haben). Wir sahen uns einen Teil vom Panel von Maggie & Nina an, sahen uns dabei die Handvoll Stände an, die sich im Panelraum befanden.

Die Schauspieler Rich Keeble und Donna Preston sitzen auf Stühlen auf der Bühne und schauen in Richtung Fragestellermikrofon
Rich Keeble und Donna Preston on stage
Maggie Service und Nina Sosanya sitzen auf der Bühne, schauen nach rechts und lächeln
Maggie Service und Nina Sosanya
Drei auf Rahmen gespannte Leinwände: links Aziraphale, rechts Crowley, in der Mitte auf einem etwas kleineren Bild zwei Sektgläser, mit denen die beiden anstoßen.
„To the World“-Kunstwerk

Es waren nicht wirklich viele Sitzplätze frei, sodass wir beschlossen, uns was zu Essen zu suchen. Draußen wollte Su erst schnell aufs Klo gehen, ich wartete vor dem Toiletten-Container auf sie. Während ich wartete, kam eine als Aziraphale verkleidete Frau vorbei und rief „Anne!“ Ich war kurz verwirrt, wer denn da nach mir rief? Als ich sie sah, wusste ich, dass ich nicht gemeint war. Sie rief nochmal: „Anne!“ Und ich „rief“ (in normaler Lautstärke) zurück: „Jaaha!“ – sie guckte verdutzt, jetzt war sie verwirrt 😄 „Heißen Sie auch Anne?“ Das heiße ich wohl, und ich war wieder dran mit verwirrt sein, wegen des Siezens. Die richtige Anne hatte sich dann auch bald eingefunden – eine Frau mit knallroten Haaren und Crowley-Outfit. Aziraphale beschwerte sich bei ihr, dass sie sie so lange suchen musste, dass sich jetzt schon andere Annes einfanden 😄

Im Panelraum hatte ich zwei Leute gesehen, die Crêpes aßen, die wollte ich jetzt auch haben! Im Raum selbst gab es aber nur eine Bar mit Getränken, draußen war ein Fish&Chips-Stand. Su überlegte kurz, sich da was zu holen, entschied sich dann aber auch um zu Crêpes. Die waren aber wieder neben dem Foto-/Autogrammgebäude, sodass wir dorthin zurück stiefelten, damit wir danach mit den Crêpes zum Ty-Panel gehen konnten. Doch obwohl die Crêpes-Schlange nicht sonderlich lang war, dauerte es trotzdem ewig, bis sich da mal was tat. Um uns herum liefen Hühner, das war zumindest ganz witzig. Irgendwann stellte ich fest, dass ich vielleicht mal zu meinem Peter Davison-Foto gehen sollte, wenn sich das hier noch weiter so hinzog. Ich ließ Su in der Schlange zurück, sagte ihr, dass ich sie entweder gleich wieder in der Schlange treffen würde oder zum Ty-Panel kommen würde.

Mehrere Hühner
Warten mit Huhn

Ich konnte gleich durchgehen zum Fotoraum, vor mir waren nur ein paar Leute. Vor mir war einer als Doctor Who verkleidet. Als er sich neben Peter stellte, zeigte der ihm gleich, wie er sich ein bisschen eindrehen sollte, damit das Foto besser aussieht. Sehr nett von ihm.

Schließlich war ich dran, er schüttelt mir die Hand zur Begrüßung und ich leiere mein „Nice to meet you“ runter. Er machte mir ein Kompliment für meine Schuhe, wir grinsten in die Kamera, und fertig. „See you later“ und Tschüss. Diese Fotos sind schon manchmal witzig: man steht nur wenige Sekunden nebeneinander und doch merkt man so viel von der Ausstrahlung der Schauspieler. Manchen merkt man an, dass sie eigentlich gar keine Lust darauf haben. Manchen ist es gleichgültig, manchen merkt man an, dass es ihnen Spaß macht und sie sich über ihre Fans freuen. So war es auch mit Peter: er strahlte Wärme aus und war ganz Gentlemen-like, total sympathisch. Das merkte man, obwohl diese Begegnung nur so kurz war. Mit ihm würd ich auch gern mal nen Kaffee trinken gehen (ach nee, Moment, ich mag ja gar keinen Kaffee … ich nehm ne Cola). Es ärgerte mich gleich ein wenig mehr, dass ich es vorher nicht geschafft hatte, seine Doctor Who-Folgen anzusehen (blaming you, amazon!). Eigentlich hatte ich auch den Tolkien-Film noch ansehen wollen, um ein wenig mehr von Ty zu sehen. Ihn und Peter hatte ich eigentlich nur in einer Good Omens-Folge gesehen, das war’s. Aber wie es halt mit diesen Streamingportalen ist: das, was man braucht, ist gerade nirgendwo zu finden…

Anne & Peter
Foto mit Peter Davison

Ich sammelte mein Foto und den Code ein und verpackte alles. Während des Verpackens – diesmal nicht auf der Theke, sondern am Fototisch, hier war ja nicht so viel los – sprach mich auch eine Helferin auf meine Schuhe an und fand die toll. Wir stellten dann aber fest, dass sie die nicht tragen konnte, weil sie Schuhgröße 43 hatte und es die ja wie gesagt nur bis Größe 38 gibt. Blöd!

Zurück ging’s zum Crêpes-Stand. Ich sah Su nicht, sie musste wohl schon fertig sein. Ich stellte mich also an und schrieb dabei mit Af, die ich über einen Discord-Book Club kannte. Wir hatten uns für „nach dem Peter-Foto“ verabredet, sie kam dann zu mir in die Crêpes-Schlange und leistete mir Gesellschaft. Wir hatten bis jetzt nur ein bisschen miteinander geschrieben oder uns eben mit den anderen über die Kapitel diverser Bücher ausgetauscht, sonst kannten wir uns so ziemlich gar nicht. Aber wir konnten uns trotzdem gut unterhalten, vor allem über unsere gerade eben erlebten Ereignisse. Während wir quatschten, sah ich, wie Su mit einem Crêpe die Schlange verließ und in Richtung Panel-Gebäude ging. Huch? Hatte ich sie völlig übersehen! Ich dachte, dass ich ja gleich nachkommen würde und dachte mir nichts dabei. Doch es sollte noch ewig dauern, bis ich endlich meinen Crêpe bekam! Af bestellte sich auch einen und wir gingen zu ihrem Freund, setzten uns an den Tisch und unterhielten uns weiter. Ich schrieb Su in der Zwischenzeit, dass ich mich mit Af traf und wo wir waren, sie kam dann nach dem Ty-Panel dazu.

David mit Pfau und Bentley

Als wir da so saßen, sahen wir irgendwann David aus dem Backstage-Bereich kommen. Seine Mittagspause war zu Ende und ein weiterer Autogramm-Slot würde bald beginnen. Erstmal stand er kurz herum und beobachtete die Hühner und Pfauen, die er auch fotografierte, dann wurde er von zwei Security-Leuten zurück zum Gebäude gebracht. Alle guckten, aber alle verhielten sich respektvoll. Niemand ist hingerannt, niemand hat nach ihm geschrien, keine Panik, kein nix. Er sah recht müde aus, allerdings hatte er heute Morgen schon so ausgesehen, das kam also nicht von der Con. Als er kurz vor der Tür war und ihn eine strahlende Menge erwartete, sah er auf und lächelte zurück.

Wir saßen noch eine Weile herum, bis Su sich langsam zum nächsten Termin aufmachte: Foto mit David und Bentley. Ich hatte zwar eigentlich noch das Panel von Peter, Sylvester und Janet auf meiner Liste stehen, doch ich ging dann doch mit Su mit, zum Zugucken. Ein Bentley stand vor dem Autogramm- und Foto-Gebäude. Eigentlich war es gar kein Bentley, sondern ein Citroên, doch er sah dem Bentley sehr ähnlich, wenn man nicht zu genau hinsah. Das Auto wurde nochmal ein bisschen umgeparkt, dann wurden langsam schonmal die Schlangen sortiert. Es waren so viele Schaulustige, dass man leicht die Übersicht verlieren konnte. Su wollte nicht als erstes, so wartete sie noch eine Weile bei mir, bis in der Fastlane-Schlange genügend Leute vor ihr standen. Dann nahm ich ihr die Tasche ab, damit sie die nicht mit zum Foto nehmen musste.

Irgendwann kam David, der auf dem Fahrersitz Platz nahm. Allerdings mit Tür auf und Füße raus, sodass die zweite Person neben der Tür stehen konnte, um so mit ihm auf dem Foto zu sein. Mehrere Male sagten die Helfer an, bitte keine Fotos und keine Videos zu machen, mahnten sogar Leute an, die trotzdem welche machten – doch das half alles nichts, ich fand hinterher trotzdem lauter Bilder und Videos online. Schade eigentlich.
Die Fotos begannen dann, einer nach dem anderen wurde mit David fotografiert. Lauter Crowleys, ein Jack Harkness hatte ein Trans Kids-Schild mitgebracht, das David halten sollte, und irgendwann war Su dann dran. Wir sahen noch ein Weilchen zu, gingen dann aber doch kurz drauf weg, um dem Kuddelmuddel zu entgehen – und um uns aufs Meet&Greet vorzubereiten. Su hatte einen Platz im ersten Slot erwischt, ich im zweiten. Ich ging nochmal zum Auto, weiß gar nicht mehr warum. Ich sah, dass ein Parkplatz etwas weiter vorne freigeworden war und parkte schnell noch das Auto um, bevor ich zurück aufs Gelände ging.

Ein Roboter-Hund - K9 - aus Doctor Who
K9 aus Doctor Who war auch da

Su war mittlerweile im Gespräch mit anderen Besuchern, und ich entdeckte Melanie, die Veranstalterin des Events. Ich hatte vorher ein paar Mails mit ihr geschrieben und ging hin, um Hallo zu sagen. Mein Hirn verabschiedete sich kurzerhand und stammelte sich was zurecht, was zur Hölle? 🤣 Ich glaube, es hat einfach keine Lust mehr gehabt, dauernd zwischen Englisch und Deutsch hin und her zu switchen und hat sich kurzerhand verabschiedet. Sie lief aber eh dann bald zum Bentley-Shoot, das langsam gen Ende ging. Oder flüchtete vor meinem Gestammel hahahahaha, könnte ich ihr nicht mal verübeln.

Warten auf Godot David, mit Ty und Crowleys

Ich suchte mir einen Platz an einem Tisch, an dem ich gemütlich warten wollte, bis Sus Slot vorbei war und meiner dran war. Dabei schaute ich zum ca. 127. Mal an diesem Tag auf meinen Zeitplan – und stellte fest, dass ja jetzt gerade der Fotoslot von Ty war! Schnell sprang ich auf und lief zum Foto, zum Glück war Ty noch da! Ich wollte mit ihm keine spezielle Pose, einfach nur nebendran stehen. Ich stellte mich nebendran, und er fragte, was wir denn machen wollten. „I don’t know? Something cool?“ Ich sah ihn nichtmal an dabei, wie unfreundlich von mir! Keine Ahnung warum, aber mein Arm machte dann noch so eine Fingerzeig-Pose auf ihn. Awkward situation 😂 der arme Junge, sorry! Ich bedankte mich und ging mein Foto abholen. Awkward Foto hahahaha, aber trotzdem nett. Und er war auch nett, bloß mein Hirn war noch in der Mittagspause 🤪

Anne & Ty
Foto mit Ty Tennant

Schnell wieder alles eingepackt und zurück vor den Meet&Greet-Raum. Wir hatten vorher schonmal kurz reingeschaut, es war ein kleiner Raum im Keller, in dem ein kleiner Bookshop eingerichtet war. Der Raum war ein ziemlicher Schlauch, es stand ein langer Tisch in der Mitte, mit einem Sammelsurium an Stühlen drumherum, dicht an dicht, mehr Platz war auch nicht. Wir hatten uns gefragt, wo David wohl sitzen würde? Einer der Stühle sah fast ein bisschen Thron-mäßig aus, ob das sein Platz wird?

Aber erstmal warten. Da kam schon wieder die Aziraphale-Frau vorbei und rief „Anne!“ und ich wieder „Jaha!“, sie lachte. Crowley-Anne fand sich aber auch bald ein, die beiden stritten sich spaßeshalber, die hatten auch viel Spaß. Könnte auch am Radler gelegen haben, das Aziraphale in der Hand hatte 😄 Sehr lustig jedenfalls. Aziraphale sah einen anderen Crowley und lief hin. Laut Anne-Crowley, um nach der silbernen „Krawatte“ zu fragen, wo man die denn herbekäme. Ich sagte, dass es welche bei etsy gäbe, mit dieser Information kam auch Aziraphale zurück. Crowley-Anne berichtete von ihrem Gesichts-Tattoo, der kleinen Schlange unterm Ohr. Das hatte sie heute Morgen drangeklebt – nur um dann zu lesen, dass das Tattoo etwa 36 Stunden braucht, um sich vollständig zu entwickeln. Na toll 😄 Aber man sah es schon, war also nicht ganz so schlimm, trotzdem aber schade! In der Zwischenzeit hatte ich rausgefunden, dass Aziraphale Judith hieß, und dass die beiden in den Bookshop wollten, um Annes Tasche herauszuholen. Als zwischendurch mal jemand rauskam, konnte sie nach der Tasche fragen und bekam sie auch.

Ein Helfer ging schonmal unsere Tickets durch und bat uns, uns entlang der Wand einzureihen. Dort war schon eine kleine Schlange, wir anderen standen verstreut um die Tür herum. Wir wurden dann mehr oder reißverschlussmäßig in die Schlange integriert. Ich kam vor einen römischen Crowley (dey/dem), entschuldigte mich direkt fürs „Vordrängeln“, auch wenn’s keins war, dey zeigte gleich Verständnis. So kamen wir aber gleich ins Gespräch, ebenso mit zwei anderen Leuten hinter uns. Die Crowley-Kontaktlinsen waren etwas verdreht, waren eher waagerecht als senkrecht, aber das Problem ließ sich wohl nur mit extra angefertigten Linsen lösen, nicht mit Billig-Linsen von temu. Dey drehte sich die Linsen zwischenzeitlich wieder gerade, doch innerhalb weniger Sekunden waren sie auch schon wieder schief. Ich weiß gar nicht mehr, über was wir uns noch unterhielten. Ich weiß nur noch, dass eine Frau hinter mir (ich stand mittlerweile eher neben Crowley) festgestellt hatte, dass sie Georgia auf instagram folgen müsse, was ihr alle sofort bestätigten.

Nach einer Weile kam die erste M&G-Gruppe raus, um ein Gruppenfoto mit David zu machen. Alle standen kreuz und quer herum, niemand wusste so genau, was zu machen war. Auch David stand da, überragte alle, wusste nicht, was zu tun war. Es war echt lustig, wobei er mir auch ein wenig leidtat. Schnell koordinierte jemand das Foto und David kniete sich vor die Gruppe. David verließ die Gruppe und fragte „Do we go back in?“, und einige in der Schlange murmelten leise „Ja, bitte?“

Meet & Greet mit David (Überspringen? *klick*)

David ging wieder rein und schließlich durften auch wir reingehen. David saß nicht auf dem „Thron“, sondern auf einer Couch ziemlich in der Mitte des Tischs. Eigentlich auch besser, der „Thron“ war ja ziemlich am Ende, da hätten nicht alle so gut gesehen. Es war aber auch lustig, da die Couch so niedrig war, dass David fast aussah wie so ein kleines Kind am Esstisch, was kaum über die Tischkante gucken kann. Wir schlängelten uns auf seiner gegenüberliegenden Seite zwischen Tisch und Stühlen durch. Als er direkt gegenüber von uns war, sagten Crowley und ich zueinander, dass wir gerne ganz genau hier sitzen wollten. Ging ja aber leider nicht, es kamen ja noch Leute nach und wir mussten weiter durchgehen. Niemand wollte auf dem „Thron“ und dem danebenstehenden Stuhl sitzen, denn von dort aus hätte man David nicht wirklich gesehen. Wie abgesprochen setzten wir uns alle einfach hin, rückten nicht bis zum Thron auf. Und es passte doch genau, alle bekamen einen Platz, trotz der zwei leeren Stühle. Und wir saßen trotzdem nicht weit weg von David, konnten ihn gut sehen. Nur Crowley nicht, doch das lag an deren Kontaktlinsen. Dey hatte draußen schon erzählt, nur ganz in der Mitte scharf sehen zu können, weiter außen wurde es etwas unscharf. Dey beschloss, deren Kontaktlinsen rauszunehmen, um David vernünftig sehen konnte. David bemerkte das und freute sich fast mit, als die Linsen draußen waren: „Oh, you can feel the relief!“

Ein schlauchförmiger Raum mit Tischen und Stühlen, sehr eng. David sitzt rechts auf einer Couch. drumherum etwa 20 Leute.
Unsere kleine Meet & Greet-Runde. (© Melanie W-S/ProudNerd)

Die erste Frage, die David gestellt bekam, ging dann auch gleich um Crowley, nämlich wie sehr die Rolle sein Leben verändert habe. Und ob er, wenn er einen Anzug kaufe, darüber nachdenke, ob dieser zu Crowley passe (oder so ähnlich). David antwortete, dass es schon recht life-changing war, da die Serie eine große Resonanz hervorgebracht hatte. Und dass er dadurch ja jetzt auch nur noch mit Michael Sheen zusammen arbeite 😂 Wie das mit Anzügen zusammenhängt, das verstand er nicht ganz, aber er sagte, dass, als es anfing, dass er Einladungen zu Events bekam, er sich gedacht hat, dass er ja gar nicht so viele Anzüge kaufen könne. Doch das gute sei: man müsse gar keine Anzüge kaufen! Denn er bekommt die Anzüge ausgeliehen und gibt sie einfach wieder zurück. So müsse er nicht einen Anzug für jedes Event kaufen und hat nicht lauter Klamotten, die er danach nie wieder anziehe.

Danach wurde er gefragt, ob es aus Schauspieler-Sicht herausfordernder ist, ein Theaterstück oder in einem Film/Serie mitzuspielen. Er sagte, dass die Arbeit sehr, sehr unterschiedlich ist, sowohl von der Arbeitsweise als auch was von einem erwartet wird. Beim einen probt man, und spielt dann alles in einem Rutsch durch. Beim anderen macht man etwas 10x, bis es einmal richtig ist, und dann kehrt man nie wieder an diese Stelle zurück. Es sei ein anderer Arbeits-Rhythmus. Er fände nicht, dass das eine herausfordernder als das andere sei, es sei einfach nur ein anderes Arbeiten. Und es käme immer drauf an. Manchmal passieren Dinge, die man nicht unbedingt erwartet. Als Beispiel nannte er Macbeth. Er hätte nie gedacht, dass er das mal spiele. Er dachte, dass das nicht so gut zu ihm passe. Und jetzt, wo er doch zu Macbeth kam, fände er die Sprache toll und dass es doch gut passte. Manchmal mache man etwas und es passt nicht. Man fängt mit etwas an, glaube es zu kennen. Und es ende darin, sich verloren zu fühlen. Er fasste es dann nochmal zusammen, dass es nur ein Unterschied im Arbeiten ist.

Die nächste Fragestellerin hätte die gleiche Frage gehabt, hatte aber auch gleich eine zweite parat. Sie sagte, dass wir ja alle „Staged“ liebten, und fragte, wie es war, mit seiner Frau zusammen zu arbeiten. Und schob noch schnell hinterher, dass wir ja alle Georgia liebten. David erklärte denen, die Staged nicht kannten, schnell, was es ist (eine Show, die sie während des Lockdowns gemacht hatten, mit Michael Sheen). Wegen des Lockdowns war ja nix los und ein Freund hatte ein Script geschrieben, welches sie dann einfach mal ausprobierten. Anfangs setzten sie es viel komplizierter um als notwendig. In der ersten Folge gab es viel mehr Kamerapositionen, sie arbeiteten mit der Kamera in Zoom und bauten zusätzlich Handys auf für zusätzliche Perspektiven, machten es viel zu kompliziert, dachten zu viel über das ganze nach. Sie produzierten erstmal nur eine Folge, um zu sehen, ob es funktionieren würde – das tat es, die BBC bestellte 6 Folgen und später weitere zwei Staffeln. Es war also etwas recht Ungeplantes und wurde zu einem Glücksfall im Lockdown, während alle zu Hause gefangen waren und es sich im Homeschooling versuchten. David fragte, ob jemand seine Kinder zu Hause unterrichtet hatte. Jemand antwortete höchst sarkastisch „Ja, spaßig!“ und David mitfühlend-genervt „Oh mein Gooott, es war die Hölle!!“ Er erzählte, dass er und Georgia immer einen Moment erwischen mussten, in dem die Kinder beschäftigt waren. Und dass er es natürlich toll fand, mit Georgia zusammen zu arbeiten. Er sagte, dass die beiden ihre Szenen allein aufgenommen hatten. Während der Zoom Calls waren zwar alle da: der Regisseur in seinem Zuhause, Michael und Anna in ihrem, Samuel L Jackson und andere Gäste in deren Haus, so fühlte es sich an, als würde man mit lauter Leuten in einem Raum arbeiten. Ihre Szenen nahmen sie dann aber allein auf, ohne Regisseur, nur die beiden: Kamera aufbauen, Play drücken (mein innerer Klugscheißer will sagen „RECORD drücken!“), und versuchen, die Kinder ruhig zu halten. Es mache ihm besonderen Spaß, mit Georgia zusammen zu arbeiten und würde gerne mehr machen. Nur nicht unbedingt in ihrem Zuhause.

Die nächste Fragestellerin erzählte was von Tys Panel und dass dort wohl über Georgias Kochkünste gesprochen wurde und diese oft das Essen verbrenne – burn the food. David verstand „burn the poo“ – Kacke verbrennen, und war höchst verwirrt. Die Fragestellerin entschuldigte sich, aber David versicherte gleich, dass sein schlechtes Gehör schuld sei 😄 und bestätigte dann, dass hin und wieder mal was anbrennt. Die Nachfrage kam, ob er denn ein guter Koch sei: ja, wenn er Zeit habe, und ein Rezept, und ihn alle in Ruhe lassen 😄 Das wiederholte er nochmal: er könne so ziemlich alles kochen, er brauche nur das Rezept und alle sollen weggehen. Aber das passiere nie. Also komme er selten dazu. Aber wenn er dazu kommt, dann kann er einem Rezept sehr gut folgen. Georgia hingegen sei das Gegenteil. Sie kann den Rezepten nicht folgen, beziehungsweise verweigere es sogar. So seien sie sehr unterschiedlich, gingen unterschiedlich an Sachen heran. Sie sei da ein bisschen instinktiver, wodurch es dann eben manchmal etwas zu lange gekocht wird.

Wir kamen dann zurück zu Crowley. Eine ziemlich coole Crowley wollte wissen, wie David die Kontaktlinsen davon abhielt, sich zu drehen. Denn weniger als 10 Minuten nach dem Einsetzen ihre Crowley-Linsen sähe sie schon aus wie eine Ziege. David verstand gleich, was sie meinte, und erzählte, dass sie ab der zweiten Staffel etwas bessere Linsen hatten, die durch Gewichtung davon abgehalten wurden, sich so viel zu drehen. Aber sie drehten sich trotzdem, sodass er doch dauernd an seinen Augen rumfummeln musste. Außerdem wurde es im Nachhinein auch noch ein bisschen digital korrigiert, weshalb er sich irgendwann fragte, ob man die nicht einfach immer digital einfügen könne? Müsse er die wirklich tragen? Könne er sich das nicht sparen? Aber ja, sie seien einfach nicht perfekt, aber in der zweiten Staffel waren sie besser, vielleicht würden sie ja in der dritten noch besser sein.

Auch die nächste Frage drehte sich um Crowley. Es wurde gefragt, ob David, als er diese Rolle angenommen hatte, diese absichtlich genderqueer gemacht habe, oder ob das einfach währenddessen passiert sei. Er antwortete, dass er darüber nie nachgedacht habe, und es auch nie so geschrieben wurde. Manche Leute seien einfach davon ausgegangen, und er finde das in Ordnung, es ergebe tatsächlich Sinn. Abgesehen davon, was im Drehbuch stehe und wie diese Charaktere beschrieben wurden (sowohl im Buch als auch in den Drehbüchern) seien sie quasi ihre eigenen Geschöpfe. Sie seien nicht menschlich, und daher sind sie seiner Meinung nach nichts, was man unbedingt spezifisch erkennen müssen. Aber das sei nur, was er nun im Nachhinein denke. Es gab keine bewusste Entscheidung, es war einfach das, was dabei herausgekommen sei.
Die Person, von der die Frage gekommen war, schob noch schnell hinterher, dass die Art, wie er Crowley darstellte, vielen non-binary Leuten viel bedeutete. David sagte, dass das eine der besonders schönen Sachen daran sei, wie die Serie angenommen wurde. Sie sei überall gut angekommen, aber insbesondere in den LGBTQ+ Communities, was ihm viel Freude bereite. Auch zu Veranstaltungen wie dieser zu kommen und zu sehen, wie viele Leute sich als Charaktere der Serie verkleiden und darüber berichten, wie die Charaktere quasi ihr Leben beeinflusst haben, das begeistere ihn und er gäbe keine größere Ehre für ihn.

Die nächste Frage ging um die Veränderungen in Davids Leben und er wusste gar nicht so recht, wo er anfangen sollte. Was auf professioneller Ebene einiges geändert hatte, war wohl Doctor Who. Es hätte etwas Gutes und etwas Schlechtes: er hat dadurch quasi seine Anonymität verloren, denn bis dahin war er einfach nur ein Schauspieler, den ein paar Leute von ein paar Sachen kannten. Doch nun war er in einer Sendung, die eine große Begeisterung hervorbrachte und eine weltweite Anerkennung, was auch wunderbare Vorteile mit sich brächte. Er hatte ja auch seine Frau dort kennengelernt, was sein Leben wohl am meisten verändert hatte. Ansonsten war er sich aber nicht ganz sicher und müsse da nochmal drüber nachdenken.

Als nächstes kam die Sprache auf Doctor Who, die Fragestellerin sagte, dass es ein Geschenk sei, ihn als Doctor zurückkehren zu sehen. „Oh, für mich auch!“ sagte David. Sie wollte wissen, was er gedacht hatte, als er das Drehbuch bekam und von der Bigeneration las. Ob er es erwartet hätte? David antwortete, dass er immer gewusst hat, dass Russell sowas machen wollte. Er hätte immer gesagt, dass er einen kleinen Plan für eine Art Rückkehr habe. Und das war immer dieser Plan. Die Idee war, dass David zurückkommen sollte. Aber es sollte nicht nur eine kleine Bonus-Geschichte sein, die einfach nur nie erzählt worden war, sondern es sollte Teil der fortlaufenden Geschichte sein. Da ich mit dem Doctor Who schauen noch nicht ganz so weit bin, habe ich nicht alles verstanden. David wusste wohl nicht jedes Detail vom Plan, aber er wusste von der grundlegenden Idee, dass sich der Doctor in zwei Teile teilen würde und einer zurückblieb. Das fand David eine unerwartete und schöne Geschichte. Und einen Grund, etwas mehr von dieser Geschichte zu erzählen. Es wäre sowieso toll gewesen, zurückzukommen und wieder herumzurennen. Aber dieser sechzig Jahre alten Geschichte sozusagen ein neues Kapitel hinzuzufügen, das war etwas, auf das er sehr stolz sei, und es sei eine große Ehre, ein Teil davon zu sein.

Zurück ging es zu Good Omens: was war Davids schönstes und was sein schlimmstes Erlebnis bei den Dreharbeiten? „Vom Hund gebissen zu werden war nicht schön.“ 😄
Am besten fand er es, Leute kennengelernt zu haben. Die Tatsache, dass es in seinem Leben einige Menschen gebe, die da vorher nicht waren, das fand er am besten. Er hatte Michael (Sheen) ein bisschen gekannt, „aber jetzt werde ich ihn nicht mehr los.“ Und das wäre ohne Good Omens nicht passiert. Und da es so erfolgreich sei und so enthusiastische Fans habe, hätte es sein Leben ziemlich verändert. Es sei schön gewesen, in einer solchen Show zu sein, das fand er wunderbar.
Am schlimmsten? Da seien nicht wirklich schlechte Erlebnisse gewesen, es sei ein echt toller Job und er freue sich wieder darauf. Eigentlich sei er traurig, denn das Schlimmste sei, dass es keine vierte Staffel geben würde. Wobei sie Glück gehabt hätten, überhaupt drei Staffeln zu haben, da immer alle davon ausgegangen waren, nur eine zu bekommen. Aber die Kontaktlinsen seien schon etwas nervig. „Und die Brille!“ warf jemand ein. Doch die störe ihn gar nicht so. Es sei nur eine kleine Herausforderung, etwas damit zu sehen, wenn man mitten in der Nacht mit Kontaktlinsen und Sonnenbrille auf einem Friedhof in Stirling sei. Aber es lohne sich, das in Kauf zu nehmen, denn dafür dürfe er ja Teil dieser Show zu sein.

Die nächste Person erzählte, dass sie Davids Karriere nun schon ein paar Jahre verfolgte und sprach auch „Takin‘ over the Asylum“ an. Das muss ich mir auch mal noch ansehen! Auf dem Cover der Serie habe ich gesehen, dass Ken Stott darin auch eine große Rolle spielt, und den mag ich auch sehr. Der Fragesteller berichtete David aber erstmal, dass wir es alle lieben, David bei seiner Arbeit zuzusehen, und ihn dabei mit so viel Leidenschaft zu sehen. Und dass die Arbeit an Doctor Who bestimmt einen Traum für ihn hat wahr werden lassen („Yeah!“). Deshalb wolle er wissen, ob David noch mehr Träume habe, oder Ziele, die er in seiner Karriere noch erreichen wolle. Das sei sehr schwer zu wissen. David meinte, dass man als Schauspieler quasi dem Drehbuch ausgeliefert sei, und bevor man das überhaupt gesehen hat, sei es schwierig, eins anzustreben.
Mit Doctor Who sei es etwas anders gewesen, da es ja schon existierte, er damit aufwuchs und es damals schon liebte. Aber wenn das Doctor Who Reboot nicht gut geschrieben gewesen wäre, oder irgendwie unausgegoren, dann hätte er vielleicht auch nicht unbedingt mitmachen wollen. Er habe großes Glück gehabt. Er habe Glück gehabt, dass etwas, das ihm als Kind so viel bedeutet habe, zurückgekommen ist, und es, als er dazu stieß, von Russell T. Davies geschrieben wurde. Da hätten einfach viele Zahnräder ineinandergegriffen und er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Ansonsten gäbe es vielleicht gerne ein paar Theaterstücke, die er gerne machen würde. Aber meist wisse er erst, was er machen will, wenn ihm jemand etwas zeigt oder schreibt, oder sagt „Hier, bitte schön, das hier gibt’s.“ Es sei auch schön, Ideen weiterzuentwickeln. Und es sei schön, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die er kennt und liebt. Darüber freue er sich immer, wenn sich solche Gelegenheiten böten. Denn ein Teil der Freude an der Arbeit bestünde darin, Zeit mit netten Leuten zu verbringen. Und je mehr man mache, desto eher böten sich solche Gelegenheiten. Davon hätte er gerne mehr. Aber bevor er ein Projekt nicht sehen würde, wüsste er auch nicht wirklich, was er machen wolle, das sei das Problem.

Die nächste Fragestellerin wollte wissen, wie viele Drehbücher Neil Gaiman ihm schon für die dritte Staffel Good Omens geschickt hatte, und wie viele davon er gelesen habe. „Bisher drei, wir sind also halb durch.“ Ein kurzer Moment erwartungsvolles Schweigen folgte, gefolgt von Davids Gelächter, der sagte, dass er nichts daraus erzählen würde. Er habe die ersten drei Folgen gelesen, und die letzte Szene. Ein entzücktes „Uuuuh“ ging durch den Raum. David glaubte, dass Neil die letzte Szene geschrieben habe, bevor er die erste Folge schrieb. Also habe er ein bisschen mehr als die Hälfte gelesen, und er freue sich sehr darauf. Die Fragestellerin hakte nach, wieviele Drehbücher Michael Sheen denn bekommen hatte, worauf David erklärte, dass die beiden das gleiche bekämen. Es wäre wohl auch problematisch, ihnen nicht das gleiche zu schicken. Daher seien die beiden so up to date wie man nur sein kann. Und er glaube, dass bald auch die vierte Folge kommen würde.

Als nächstes bekam David ein Geschenk: ein Buch, das jemand selbst gebastelt hatte, was er direkt ein wenig inspizierte und sich dafür bedankte. Die Frage drehte sich um einen Auftritt von David vor vielen Jahren bei Derren Brown, einem Zauberkünstler. Die Fragestellerin war mit einem Berufs-Zauberer verheiratet, daher interessierte es sie, wie es für David war, die Zauberei zu erleben, und ob diese bei ihm funktioniert habe (es ging u.a. um Hypnose). David sagte, dass er auf jeden Fall nicht geschauspielert hatte. Und es hatte ihm auch niemand gesagt, was er zu tun hatte. Dennoch meinte er, dass es ja zu einem gewissen Grad von ihm erwartet würde und man ja auch irgendwie mitmachen möchte. Es ging dann noch um eine Katze (ich muss das mal suchen und angucken), diesen Trick konnte David nicht rauskriegen. Er erzählte seine einzige Vermutung und schob schnell nach „vielleicht ist es das, oder vielleicht ist es Zauberei.“

Nun, wo schon so viele Fragen gestellt worden waren, wollte ich mich auch endlich trauen, etwas zu fragen. Ich hatte mir vorher ein wenig überlegt, was ich denn fragen könnte, und hatte mich jetzt für eine Frage entschieden. Doch dann meldete sich Melanie zu Wort, die Organisatorin des Events. Sie hatte die meiste Zeit neben David gesessen, hatte aber irgendwann husten müssen und hatte sich etwas abseits hingestellt. Sie sagte, dass nun nicht mehr so viel Zeit wäre und nur noch zwei Fragen gestellt werden konnten. Ich hob langsam meine Hand, was David aus dem Augenwinkel sah und so blitzschnell mit der Hand auf mich zeigte, dass alle lachten. „Go! Go! Go!“ rief David durch das Gelächter.

Ich fragte, was ihn denn glücklich mache und wie ein perfekter Tag für ihn aussehen würde. David war wohl etwas überrascht von der Frage: „Oh! Wow!“ Crowley neben mir sagte leise, dass das eine gute Frage sei und auch ein paar der anderen murmelten leise. Es freute mich ein bisschen, dass meine Frage gut ankam. David war fast ein bisschen verärgert über sich selbst, dass er keine direkte Antwort geben konnte, weil er so viele Antworten darauf hätte. Also sagte ich, dass er auch drei perfekte Tage haben könne.
Er hätte gerne einen Tag, an dem alle zusammen zu Hause sind und niemand vor 7 Uhr morgens aufwacht. Alle lachten, er schob ein „oder vielleicht sogar 7:30“ nach, mit verschwörerischer Stimme, als sei dies ein Ding der Unmöglichkeit. „Dann gibt‘s Eier mit Speck und alle hängen einfach herum, sind glücklich und niemand hat einen Nervenzusammenbruch.“ Das fände er schön. Außerdem liebe er es, in London Orte zu entdecken, an denen er noch nie war. Er und Georgia hätten begonnen, in Galerien zu gehen, in denen sie noch nie waren, davon gäbe es so viele in London. Sowas fände er spannend. Aber er freue sich auch, arbeiten zu gehen und an einigen großartigen Dingen zu arbeiten, an denen er teilhaben darf. Er habe das Gefühl, dass er ziemlich viele Versionen perfekter Tage habe, aber der wahrscheinlich wahre Tag, von dem er träume, sei der Tag, an dem niemand vor acht Uhr aufsteht. Und dann einfach alle rumhängen und nett zueinander sind. Denn es gäbe eigentlich nichts Besseres als das. Ich bedankte mich. Was für eine schöne Antwort. Wenn er wüsste, dass ich meist bis 10 Uhr schlafe, wenn ich nicht arbeiten muss 😄 Aber ohne Kinder ist das ja auch nicht so schwer.

Gegenüber von mir meldeten sich zwei gleichzeitig, David zeigte auf eine von beiden, die andere machte enttäuscht „oooh“, lachte dann aber und sagte, dass sie mit der anderen verheiratet sei, es sei also nicht so schlimm. In ihrer Frage ging es um den Body Swap in der ersten Good Omens-Staffel, wie sich darauf vorbereitet wurde. Ob er und Michael sich gegenseitig Tipps gegeben hätten, wie man den jeweils anderen spielen solle? David erzählte, dass sie das nicht gemacht hatten, sondern sie sich eigentlich nur gegenseitig imitiert hätten. Aber diese Szene sei eh erst sehr spät während des Drehs gekommen, sodass sie genug Zeit gehabt hatten, um zu lernen, was der andere so machte. Und beim Großteil der Szene hätte man es ja eh so spielen müssen, als hätte es keinen Body Swap gegeben. Es sei also wirklich ein kleiner Trick, diese eine Szene am Ende, in der die beiden die Fassade ein wenig fallen lassen. Es hätte Spaß gemacht, das zu proben. Michael hätte wohl mal so getan, als sei er David, und sagte lauter Sachen, die David zu ihm sagen würde, wenn er gemein wäre. Neil hörte das und glaubte, das hätte David wirklich zu Michael gesagt und dachte, er müsse jetzt einen Streit unter den beiden schlichten, da Michael gerade lauter schreckliche Dinge über sich selbst sagte. Wie lustig! Gab auch ein großes Gelächter in unserer M&G-Runde. (Erinnert mich ans Schul-Theater, auch schon ungefähr ca 100 Jahre her, bei dem sich meine Rolle mit der Rolle einer Freundin stritt, wir übten an einem Tisch im Schul-Flur, eine andere Freundin kam vorbei und war ganz entsetzt, weil sie dachte, wir würden uns streiten. Zum Totlachen!) Die Sache mit Michael war leider off-camera passiert, leider keine lustigen Behind the Scenes-Aufnahmen für uns, wie schade! David fasste nochmal zusammen, dass er und Michael nicht wirklich über die Szene gesprochen hatten, aber dass es definitiv ein unterhaltsamer Abschluss der Serie war.

Melanie sagte, dass noch eine superkurze Frage gestellt werden dürfe, dann würden wir raus zum Foto gehen. Jemand hatte keine Frage, sondern eine Bitte, ihre Frage sei eh schon beantwortet worden. Aber sie fragte sich, ob David immer noch diesen langen Ortsnamen in Wales aussprechen könne. Ohne mit der Wimper zu zucken, legte David los: „Llanfairpwll­gwyngyllgogery­chwyrndrobwll­llantysilio­gogogoch“. Keine Ahnung, ob das alles stimmte, aber er sagte es mit großer Überzeugung, und das Ende war auf jeden Fall richtig. Er bekam einen Applaus dafür und wir standen alle auf und gingen raus.

Draußen stellten uns zum Foto auf. Natürlich hatten sich die inneren „Plätze“ rund um David schnell belegt, nur noch am Rand war Platz. Aber es war schon SEHR randig. So beschloss ich, mich zu anderen Gästen nach vorne zu knien. Würde trotzdem weit weg sein von David, aber ich hatte ja schon zwei Fotos, da ist das ja nicht so schlimm.

Eine grüne Wiese, David kniet vor ca 20 Leuten, alle schauen in die Kamera.
Abschluss-Gruppenfoto (© Melanie W-S/ProudNerd)

Verpasstes Foto – und die Sitzplatzsuche

Als nächstes ging ich wieder zum Foto-Raum, um zu fragen, ob Maggie und Nina noch da waren. Ich hatte vorher schonmal nachgefragt, als schon abzusehen war, dass sich Davids M&G nach hinten verzögern würde, aber leider waren die Fotos alle pünktlich. Daher waren Nina und Maggie jetzt auch schon weg, doch gemeinsam mit einer anderen M&G-Teilnehmerin, die die beiden auch verpasst hatte, bekam ich erklärt, dass es später nochmal eine Möglichkeit gab, für alle, die Fotos durch das M&G verpasst hatten. „Seid am besten ein paar Minuten vorher da.“ Okay.

Su stand in der Schlange für ein Trio-Foto, ich sagte ihr Bescheid, dass ich schonmal zum Panel-Saal gehen und uns Plätze für Davids Panel suchen würde. Es war zwar noch fast eine Stunde Zeit, aber in der Zwischenzeit hatte ich nichts anderes auf dem Plan stehen. Da sichere ich mir doch lieber schonmal einen guten Platz. Dachte ich. Falsch gedacht! Der Panelraum war gerappelt voll. Na klar, nicht nur ich hatte freie Zeit in meinem Plan, und viele der Leute hatten auch gar keine/wenige Fotos gebucht, sodass sie eh den ganzen Tag einfach im Panel-Raum blieben und sich dort unterhalten ließen. Würde ich wahrscheinlich auch so machen!
Ich stand eine Weile relativ nah am Eingang, doch so wirklich gut konnte man dort nicht sehen, waren auch zu viele Leute vor mir. An der Wand gegenüber von mir standen auch schon Leute, doch ich sah eine halbwegs große Lücke, groß genug für zwei Personen. Kurz bevor ich dort ankam, stellte sich eine andere Person in die Lücke, verdammt! Ich stellte mich trotzdem noch dazu, erstmal den Platz sichern, dann sehen wir weiter. Die Leute hier an der Wand standen auch nicht eng an eng, also würde Su da später schon noch Platz finden.

In dem schmalen Gang, der nun noch zwischen uns Wandstehern und den Stuhlreihen frei war, wurde dann schon bald die Fragestellerschlange platziert. Jetzt ging wirklich kaum mehr was. Su kam schließlich, über Messenger und mit Winken konnte ich sie zu mir lotsen und sie konnte das letzte bisschen Platz einnehmen, was noch verblieben war. Sie war sich noch nicht sicher, ob sie auch eine Frage stellen wollte, aber dafür hatten wir ja den perfekten Platz: um in die Schlange zu kommen, musste sie einfach nur einen winzigen Schritt nach vorne machen, schon stand sie in der Schlange. Aber sie fragte am Ende doch nichts. Ich stellte fest, dass mein einer Schuh ausgegangen war, also die LEDs davon. Ich hatte sie nicht dauerhaft an, aber doch teilweise recht lang am Stück. Also machte ich den zweiten Schuh auch aus und lief die restlichen paar Stunden unleuchtend rum – aber die Flügel an sich sind ja auch schon cool.

Das Panel mit Gerrit Hamann, Davids Synchronsprecher, ging dann auch bald zu Ende und wir sahen David schon neben der Bühne stehen. Ich holte meinen Fotoapparat raus, den ich extra für das Panel mal wieder aus der Schublade geholt hatte. Vor mir (also in der Fragenschlange) stand ein Doctor Who, der sich gleich entschuldigte, vor mir zu stehen, und lehnte sich zur Seite, damit ich besser fotografieren konnte. Doch er war deutlich kleiner als ich, sodass das Gucken und Fotografieren problemlos klappte.

Davids Panel (Überspringen? *klicken* )

Jemand hat das gesamte Panel aufgenommen. Wer lieber gucken will statt zu lesen:

Der Moderator kündigte – auf Deutsch – den nächsten Gast an, zählte auf, woher wir den denn kennen würden. David grinste schon erwartungsvoll – doch dann wurde nochmal Gerrit Hamann auf die Bühne gebeten. Alle – inkl David – waren kurz verwirrt, das war sehr lustig. David wurde dann aber auch gleich dazu geholt und Gerrit fragte ihn, ob er praktisch veranlagt sei. David überlegte kurz, sagte dann „ja“, woraufhin Gerrit wissen wollte, inwiefern er das sei. David stammelte sich unfassbar was zusammen, sagte zuletzt „I can have some transferable skills. I can make things happen.” Es war so lustig! Ich musste an die Serie “There she goes” denken, die ich kurz vorher angesehen hatte. Da spielt David einen Familienvater, und hat so ziemlich gar keine practical skills, daran erinnerte mich das Gestammel 😄 Gerrit hakte nochmal nach, ob David Sachen reparieren könne, oder Sachen kaputt machen könne – „I can definitely break things!“ Hahaha, das Panel find ja schon wunderbar an. Wobei man David auch ein wenig ansah, dass er gerade ÜBERHAUPT nicht wusste, worauf Gerrit überhaupt hinauswollte. Gerrit erzählte noch kurz über seine Hobbys, bis er auf das Thema Screwdriver kam. Diesen gibt es ja bei Doctor Who, und er hatte David einen als Geschenk mitgebracht. Allerdings einen richtigen Schraubenzieher, für Schrauben. David freute sich, und war ganz begeistert, als er sah, dass man den sogar abknicken kann, noch mehr, als er dazu auch noch eine fancy Box bekam: „I’m almost aroused by this screwdriver.“ *rofl* Und als er sah, dass auf dem Schraubenzieher auch noch sein Name stand, freute er sich noch mehr. Auch wenn er jetzt keine Ausrede mehr hätte, keine Dinge zu reparieren. Als er dann aber vor lauter Begeisterung ins Publikum fragte, ob wir schonmal abknickbare Schraubenzieher gesehen hätten und fast alle „ja“ sagten, war er ein bisschen angepisst 🤣

David Tennant schaut begeistert auf ein Schraubenzieher-Set, das er in der Hand hält. Gerrit Hamann und der Moderator stehen daneben.
David und sein Schraubenzieher

Gerrit verließ dann die Bühne, David und der Moderator nahmen auf zwei alten, gepolsterten Stühlen Platz. Also sagen wir mal so: der Moderator nahm Platz, David brauchte mehrere Anläufe, um eine Sitzposition auf dem Stuhl zu finden hahaha. Aber ganz unbewusst, er ging gar nicht darauf ein, dass er zwischenzeitlich seltsam saß. David sagte, dass dies die schönste Con sei, auf der er je war. Es ging da um die Location, aber ich glaube, den Rest fand er auch gut. Zunächst gab einem kurzen Ausflug zu Scrooge McDuck, den David spricht (auf Deutsch: Dagobert Duck) und der Aussprache von „This is my number one dime“. Das R wird von der numberrrr rein in die one gerollt, aber man soll es nicht übertreiben, weil man sonst wie Scotty bei Star Trek klinge. Daran sei zwar nix falsch, aber es sei auch kein wirklich richtiger schottischer Dialekt.

David weiß noch nicht, wie er sitzen soll

Die erste Publikumsfrage war dann, ob David denke, dass er gut mit Crowley klarkommen würde, wenn er ihn im echten Leben treffen würde. David sagte, dass er bestimmt fun to hang out with wäre. „The thing is: he actually got a heart of gold. […] He’s a rubbish demon. He’s absolutely awful at following what hell has inscribed.” Und dass er jetzt ja sowieso nicht mehr dabei ist und ein freelance agent sei. Aber es wäre lustig, mit ihm rumzuhängen. Aziraphale hingegen … naja, der würde die Wohnung sauber halten, aber mit Crowley würde man gut weggehen können. Man dürfe sich vielleicht nur nicht zu sehr auf ihn verlassen.

Die nächste Frage war, ob David schonmal was vom Set gestohlen habe. Das könne er ja jetzt nicht zugeben, sonst sei es ja Diebstahl. Er überlegte ein bisschen, aber ihm fiel nichts ein. Er hätte nur Dinge, die ihm geschenkt worden waren. Es sei ja auch problematisch, wenn man etwas vom Set klaut, was sie aber dann aber nochmal brauchen. Wenn man also die Produktion nicht zum Stillstand bringen wolle, müsse man wohl aufpassen, was man stehlen möchte. Er glaube nicht, dass er schonmal etwas mitgenommen habe, was er nicht hätte mitnehmen sollte, aber er habe trotzdem ein paar Sachen. Während ihres Panels hatten Sylvester, Peter und Janet wohl erzählt, dass sie alle was vom Set gestohlen hatten – „Well that just means that they’re not as good people as I am!“ 😂

David Tennant erzählt.
David erzählt

Der Moderator entdeckte im Publikum einen Jungen, der wohl eine Wette abgeschlossen hatte und 5€ bekommen hatte, nachdem er ein High Five von ihm bekommen hatte. Der Moderator wollte wissen, wieviel Geld der Junge denn bekäme, wenn er von David ein High Five bekäme. „A lot.“ David sprang auf und winkte den Jungen zu sich, dann gab es sogar 2 High Fives. Dann setzte David sich wieder hin und meinte, dass der Junge jetzt bestimmt 6,15€ bekäme 😄

Die nächste Fragestellerin sagte, dass David ja nun schon ein paar Mal in Deutschland gewesen sei, ob es da etwas gäbe, was ihn beeindrucken würde, etwas bestimmtes zu Essen oder so. „Die Pfauen!“ kam es wie aus der Pistole geschossen von David. Die deutschen Pfauen seien viel nahbarer als die britischen. Den britischen käme man besser nicht näher, aber die Pfauen hier kämen ja schon fast für ein Pläuschchen auf einen zu. David hatten wir ja vorher schon auf dem Gelände gesehen, als er mit dem Handy Fotos von den Pfauen machte, er war scheinbar sehr begeistert von denen 😄 Die waren aber auch sehr beeindruckend, besonders ein schneeweißer. Er unterhielt sich kurz mit dem Moderator über Pfauen und dass es ja eigentlich gar nicht so gut sei, wenn diese die Federn aufstellen, weil (David) „they want you to f off, or F…“ – „in.“ (Moderator). Aber zusammenfassend, was ihn beeindruckte: „the German peacock.“ Ok.

David Tennant erzählt.

Er sagte noch, dass er gerne ein Teil Europas sei, und er wünschte er wäre es immer noch. Der Moderator meinte, dass David ja zu Hause ein Stück von Europa habe, da er ja einen Mercedes Van hätte. Leerer Blick von David, Gemurmel im Publikum, David: „that’s an odd detail“ und rechtfertigte sich gleich, dass er ja auch viele Kinder habe. Ich glaube, das war ihm etwas unangenehm, dass jemand wusste, was er für ein Auto hatte. Ok, wahrscheinlich wussten das einige, aus Videos von Georgia, aber so random ins Gespräch gebracht, war es etwas seltsam. David brachte das Gespräch schnell zurück zu Europa und entschuldigte sich für die „stupid British politicians“ und dass er gern verbundener mit Deutschland wäre, es im Herzen aber immer noch sei.

Die nächste Fragestellerin sagte, dass sie ein großer Fan von emotionalen Szenen sei und wissen wollte, ob David eine Emotion habe, die er gerne darstellte, und ob er auch ein Beispiel einer Szene habe, die ihm besonders Spaß gemacht hatte. Davids Antwort war, dass er keine bestimmte Emotion hat, die er besonders mag. Sondern dass es irgendwie kribbelt, wenn man die Szenen liest. Das kann eine traurige, eine ergreifende, eine wütende Szene sein. Ganz egal was, aber das sei es, worauf er sich freue, wenn er etwas liest. Es sei so, als würde die Emotion von der Seite aufsteigen. Als Schauspieler freue er sich dann auf diese Szene, wobei es ihn auch nervös mache, weil man weiß, dass es eine ganz besondere Szene sei, man aber nur einen Tag hat, sie zu drehen. Als Beispiel nannte er eine Szene aus Doctor Who, in der sich der Doctor am Strand von Rose verabschiede. Da schaue man die ganze Zeit auf den Drehplan und weiß: an diesem Tag muss man gut in Form sein! Aber zum Glück habe man dann Billie Piper als sein Gegenüber, und es wird immer gut.

Danach wurde David gebeten, davon zu erzählen, wie es war, als Georgia ihm von den Fennek-Füchsen (Wüstenfüchsen) berichtete. Kurze Info, für die, die es nicht kennen: es gibt eine Twitter-Seite (und eine darauf basierende Instagram-Seite), die jeden Tag ein Side-by-side Bild von einem Fennek und David teilt, auf denen die beiden gleich gucken.
David überlegte kurz, fragte dann im Spaß genervt: „Now what is this!?“ und wusste aber direkt, dass es auf Neil Gaimans Mist gewachsen war. Was aber sofort wieder in völlige Verwirrung umschwenkte, die sich mit hoher Stimme und „Was … was … was?“ ausdrückte. Großes Gelächter. Der Moderator meinte, dass er das Gefühl habe, dass Georgia ihn wohl ständig in solche Situationen bringe, aber David sagte gleich, dass er nicht glaube, dass es ihre Schuld gewesen sei, was die Fragestellerin bestätigte. David glaubte, dass Georgia das auch nicht so ganz verstanden habe und fragte, ob die Fragestellerin es verstanden hatte. Das halbe Publikum bejahte das, und David bekam es erklärt: Neil hatte auf eine Frage zur nächsten Good Omens Staffel mal im Spaß gesagt, dass es Geldprobleme gäbe und sie sich David nicht leisten könnten. Deshalb hätten sie sich ein paar Fenneks geholt, weil sowieso niemand den Fuchs von David unterschieden könne. David fragte, ob Neil dabei sehr betrunken gewesen sei und meinte, dass ein Fennek in der dritten Staffel bestimmt ausgezeichnete Arbeit leiste. Als die Fragestellerin das mit „Oh ja, bitte!“ kommentierte, war David kurz verwirrt und gespielt beleidigt, dass er hier schon weggecastet würde. Wollte dann aber erstmal wissen, was ein Fennec Fox überhaupt sei. Der Moderator verglich es mit einem Salisbury Steak (hä?), sagte aber dann, dass es die niedlichen Füchse seien, die man gerne als Haustier hätte. Das beruhigte David dann schließlich: „Oh, as long as I’m a cute one, that’s alright.” 😄 Die Fragestellerin fügte noch hinzu, dass die Füchse hauptsächlich in der Wüste lebten und deshalb so große Ohren hätten. David wiederholte den ersten Teil ihres Satzes: „Sie leben hauptsächlich in der Wüste … so wie ich. Da verstehe ich, wie man den verwechseln kann.“ 😂

Nächste Frage: ob es wohl evtl eine Change gäbe, dass es eine weitere Staffel „Broadchurch“ geben könnte. Tosender Applaus, von dem selbst David überrascht schien. Der wollte die Fans nach dieser Reaktion auch gar nicht enttäuschen, sagte aber, dass es eigentlich nicht so gut aussehe. Es sei eine tolle Zeit gewesen, mit tollen Leuten und wunderbaren Szenen, von denen die Fans begeistert seien. Doch momentan sei da gar nichts geplant. „Sag niemals nie“ fügte er noch hinzu, da er ja auch nicht damit gerechnet hätte, nochmal zu Doctor Who zurückzukehren. „Alles ist möglich – aber nichts ist geplant.“ Bevor sie ging, sagte die Fragestellerin noch, dass Davids Pullover so unfassbar flauschig sei, woraufhin David sich mit weirdo-sexy Handbewegungen über die Seite streichelte, zum Totlachen. Er machte den Pullover auf – na endlich, ich wollte schon die ganze Zeit wissen, was auf dem T-Shirt drauf war (keine Ahnung … Zebras?) und fing an, im Pullover nach dem Zettel zu suchen. Er sagte, dass er den Pullover bei einem Job bekommen hatte, er hatte sich den nicht selbst gekauft. Der Moderator meinte, dass das ja etwas wäre, was er vom Set gestohlen habe, was David aber schnell verneinte und weiter im Pullover nach dem Zettel suchte. Der Moderator fragte, ob es Kaschmir sei. David meinte, er glaube ja, weil er sich nie einen kaufen würde. Endlich fand er den Zettel: 100% Kaschmir. Er lehnte sich stolz zurück in den Stuhl.
Der Moderator kam nochmal zum ersten Teil der Frage zurück und sagte, dass er immer noch auf die zweite Staffel von „Blackpool“ warte. David sagte, dass es einen zweiten Teil gäbe, er aber nicht drin war. „That’s why it was rubbish.“ sagte er scherzhaft.

David sucht in seiner Jacke nach dem Waschzettel
David sucht den Waschzettel

Die nächste Fragestellerin stellte fest, dass Crowley und der Doctor beide Verbindungen zu den Sternen haben: Crowley hatte sich ein paar Sternbilder ausgedacht und der Doctor kommt aus dem Universum. Und auch „In 80 Tagen um die Welt“ habe eine Sternenverbindung, nämlich im Namen „Stella“, in die Phileas Fogg verliebt ist. Außerdem habe David in der letzten Zeit viele schöne Anzüge getragen (David bedankte sich zufrieden), die auch sternenthematisch waren. Die Fragestellerin wollte deshalb wissen, ob er eine spezielle Verbindung zum Universum habe, und wenn ja, ob er diese schon vor dem Spielen dieser Charaktere gehabt hatte, oder es erst danach gekommen wäre.
Zunächst stellte David klar, dass er Astrologie und Sternzeichen für Bullshit halte. Applaus im Publikum – David musste darüber lachen, fand es eine überraschend gute Reaktion. Und war froh, dass Catherine Tate nicht da war, da sie das alles wohl gut fände.

David Tennant erzählt.
Strong opinion bei den Sternzeichen

Er sei aber trotzdem fasziniert von den Sternen und was tatsächlich im Universum passiert, wie mysteriös und vor allem wie weit weg sie alle sind. Das kriege er nicht in seinen Kopf hinein, dass sogar die nahen Sterne so weit entfernt sind. Wenn man darüber nachdenke, merke man, wie bedeutungslos man selbst sei. Das alles fände er unendlich faszinierend und jenseits von dem, was sein Hirn verarbeiten könne. Wenn er über den Urknall nachdenke und wie sich die Materie verdichtet habe, und was davor passiert sei, dass das ja alles so unvorstellbar sei, das alles fände er höchst faszinierend. Wenn er darüber nachdenke, bekäme er schon fast ein flaues Gefühl im Magen. Da sich alles so weit außerhalb unseres Verständnisbereichs befände, sei er davon überwältigt, geriete manchmal ein bisschen in Panik deswegen. Der Moderator fragte, ob ihm das Ganze Unbehagen bereitete. „Wenn du mich jetzt fragst, was vor dem Urknall war, werde ich ein wenig panisch“ lachte David. Er fände es sehr aufregend. Aber es interessiere ihn nicht, was die Fische (Sternzeichen) morgen machen. Trotzdem fragte er die Fragestellerin für ein Sternzeichen sei – Fische! „Das wusste ich, ich habe dir angesehen, dass du Fische bist.“ sagte David. „Typisch Fische!“ Bevor sie ging, sagte die Fragestellerin noch schnell, dass sie die Frage zur Astronomie gestellt hatte, nicht Astrologie, sie wüsste ja, dass David Astrologie nicht möge. David: „Das ist so, weil ich Widder bin.“

Die nächste Fragestellerin – übrigens ebenfalls Widder – hatte eine Frage zu Davids Rollen. Wenn David die Charaktere treffen könnte, die er gespielt hatte, was würde er ihnen dann sagen, oder mit ihnen machen? David wolle natürlich mit der Tardis herumfliegen wollen, dem könne man nicht widerstehen. Und dann könnte er ja auch länger als nur einen Tag bleiben, er könnte so lange bleiben, wie er wollte, da die Zeit ja wibbly wobbly ist. Aber er würde auch gern einen Tag im Team Killgrave sein, da könne man so viel Gutes tun. In Putins Ohr flüstern, oder Boris Johnson sagen, dass er sich im Haus einschließen und nie wieder rauskommen soll. Das sei sehr verlockend.

David Tennant erzählt.

Als nächstes ging es um „West Wing“, Davids Lieblingsserie, ob David eine Lieblingsszene hätte. Sein Lieblingscharakter war schonmal Josh, aber auch und CJ. Aber eine Lieblingsszene? Er findet es toll, dass alle schlauer sind, als man selbst es je werden könne, dass sie schneller denken können als sie reden. Er denke jedoch immer mehr häufiger, dass es leider eine Art Fantasy-Show sei, in der die Regierung tatsächlich Menschen helfe, und wo Menschen in den öffentlichen Dienst (?) gingen, um ihn besser zu machen. Da ginge ihm das Herz auf.

Nächstes Thema: die Dilf-Liste. Die sei natürlich ein bisschen albern, aber er werde sich nicht von der Liste streichen. Er freue sich sehr, drauf zu stehen. Aber Pedro Pascal? Der sei zwar heiß und ein gutaussehender Mann, aber er sei doch gar kein Vater? Der Moderator erklärte, dass Pedro einen Vater in zwei seiner bekanntesten Rollen spiele. David meinte aufgebracht, dass er ja auch schon den Prime Minister der UK gespielt habe und trotzdem würde er nicht zum besten Politiker gewählt werden. Der Moderator schlug stattdessen den Titel „Pilf“ vor, doch David meinte nur, dass das ja eine sehr kurze Liste wäre. Und dass es ja doch ein wenig unfair sei. Pedros Wegfall würde ihn zwar nur einen Platz höher bringen, doch man nehme, was man kriegt. Die Fragestellerin sagte, dass er ja immerhin über Michael Sheen sei. „Das müssen wir ja nicht ansprechen. Erneut. Aber twittert doch an ihn. Nein, macht das nicht.“ 😄

David Tennant erzählt.

Die nächste Person kam aus Frankreich, es folgte ein kurzer Französisch-Austausch, ich hab nix verstanden (3 Jahre Französisch in der Schule, nix hängen geblieben, yay). Die Frage war dann, wie David sich für seine Rolle als Doctor Who vorbereitet hatte. „I watched it since I was three.“ 😄 Das sei seine Vorbereitung gewesen, er hätte auch nie eine Folge verpasst. Er hatte sich also schon vorbereitet, lange bevor er ans Set kam. Ansonsten lese er einfach die Skripte und präsentiere dann seine eigene Version davon. Zum Glück seien die sehr gut geschrieben. Die Art, wie Russel (T. Davies) die Geschichten geschrieben hatte und die Welt von Doctor Who neu erfunden hatte, und trotzdem der alten Welt treu blieb, ohne sich zu widersprechen, das sei wichtig. Doctor Who in die aktuelle Zeit zu bringen, das mache es zu einer guten Show. Es sei generell eine tolle Show, die er liebte, seit er zum ersten Mal eine Folge gesehen hatte. Daher sei es ein Vergnügen gewesen, für das er nicht viel Vorbereitung brauchte. Während der Unterhaltung bekam David immer wieder Lob dafür, ja auch ein guter Schauspieler zu sein, was auch zum Erfolg beigetragen habe. Das brachte ihn jedes Mal in Verlegenheit, er bedankte sich aber jedes Mal brav.  

Der nächste Fragesteller kam aus der UK, und wurde am 18. April 1998 geboren und war demnach 7 Jahre alt, als David zum Doctor wurde. David: „Lass mich raten, du bist Widder?“ 🤣 Der Fragesteller sagte, dass er gerne wieder die Who-Staffeln sah, mit denen er aufgewachsen war, da er damals exzessiv Doctor Who schaute. Er wollte wissen, ob es David beim Schauen alter Who-Folgen (mit denen er aufgewachsen war) beeinflusste, dass er der Vater eines Enkelkindes seines Lieblingsdoktors sei. David musste den Satz erstmal richtigstellen, war er doch immerhin Vater aller Enkelkinder eines Kindheits-Doktors. Dafür brauchte er mehrere Anläufe und mehrere konfuse Gesichtsausdrücke – und dann hatte er die Frage vergessen 😄

David Tennant erzählt.

Er sagte, dass er nicht wirklich oft alte Folgen anschaue. Es hatte sich aber schon geändert, während er selber Doctor Who war, da hätte er eine andere Sicht darauf bekommen, im positiven Sinn. Es fühlte sich dennoch seltsam an. Die neuen Folgen nicht, die schaue er sich gerne an, weil er ein Teil davon sein möchte, doch zurückzugehen, sei komisch. Seine eigenen alten Folgen schaue er sich definitiv nicht an, nur wenn wirklich müsse, um etwas nachzuschauen. Der Fragesteller empfahl ihm, es trotzdem zu tun. David wollte wissen, welche Folge er denn sehen solle. Es war „Midnight“, die David auch gut fand.
Doctor Who sei so ein großer Teil von seinem Leben, der nie wirklich weggehen würde. Und es sei auch ein großer Teil des Lebens seiner Familie, sodass sie sich eigentlich nicht hinsetzen würden, um alte Folgen zu schauen. Das sei aber auch, weil er 5 Kinder und nicht eine Minute Zeit habe. Er habe eigentlich gar nichts gesehen. Aber eine Menge Paw Patrol habe er gesehen, da könne er uns von jeder Folge berichten. Doch wenn er doch mal eine Folge altes Doctor Who im TV erwische, dann sei es eine unendliche Freude für ihn, weil es ihm als Kind so viel bedeutet hatte. Er habe immer noch ein freudiges Kribbeln in ihm, wenn er die Titelmusik höre, egal welche Version davon.

David Tennant erzählt.

Dann wurde eine Statue auf die Bühne getragen, David wusste erst gar nicht, was es war. Der Moderator erklärte ihm aber gleich, dass es die Statue aus seinem (Crowleys) Apartment sei. Es ist ein Engel und ein Dämon, die miteinander kämpfen. Die Statuen-Trägerinnen (als Crowley und Aziraphale verkleidet) versuchten, die Statue so zu drehen, dass der nackte Hintern einer Figur nicht so direkt in Richtung David zeigte, doch das lockte David umso mehr an, er stand sogar auf, um sich das ganze näher anzusehen und an der Statue herumzuklopfen. Er fand die Statue echt schön.

Eine Statue wird heringetragen.
Statuenlieferung

David zeigte auf den Hintern der Figur: „Is that based on my bum?“ 😂 Und als ihm das bejaht wurde, bedankte er sich im ernsthaften Ton, fügte dann hinzu „That is the correct answer.“ und lachte. Der Moderator meinte, dass es lustig sei, wenn David den Hintern unterschreiben würde. David fragte kurz die Besitzerinnen der Statue, ob er den Hintern unterschreiben solle und sprang dann gleich auf, um sich dem Hintern zu widmen. „I’ve got four bits of bum to choose from.“ stellte David fest und entschied sich nach Beratung von Aziraphale dann für eine Arschbacke. Doch der Stift, den er vom Moderator bekommen hatte, sei zermatscht und schreibe nicht vernünftig. Der Moderator wollte zeigen, dass der Stift sehr wohl schreibe, doch David hielt ihn mit „don’t mess it up“ davon ab und fragte dann nach einem Sharpie. Der wurde ihm auch gleich an die Bühne gebracht, sodass er unterschreiben konnte. Danach sagte er „It’s not the first bum I’ve signed, but it might be the prettiest.” Elegant warf er den Stift zurück zur Besitzerin, während der Moderator fragte, was er damit meine, dass es nicht der erste Hintern sei, den er unterschrieben hat. „Oh I’ve signed plenty of bums, what are you talking about?”, als sei es das normalste der Welt 😄 Und gab dann nochmal ein Kompliment an den signierten Hintern, dass der sehr schön sei.

David Tennant unterschreibt die Statue
Hintern-Unterschrift

Von den Hintern ging es dann wieder zurück zur Astronomie. Jemand sprach David auf „Eddington“ an und wollte wissen, ob er schonmal eine totale Sonnenfinsternis gesehen hätte. Er hatte noch keine gesehen. Es hatte 1999 eine Sonnenfinsternis in der UK gegeben. Zu dem Zeitpunkt war er in Manchester, was gerade eben außerhalb der totalen Sonnenfinsternis gelegen hatte. Die Fragestellerin sagte, dass in 2 Jahren eine Sonnenfinsternis in Spanien sein würde, was David sich in den Kalender eintragen wollte. David erzählte, dass er kürzlich in den USA war, als dort die Sonnenfinsternis war, doch er war auf der falschen Seite der USA, das hatte also auch nicht geklappt. Die Fragestellerin erklärte noch, wie es sich anfühlte, wenn man eine totale Sonnenfinsternis sah, und David fragte zum Abschluss, welches Sternzeichen sie war. „Sagittarius.“ (Schütze) – „Typical Sagittarius! Typical! Textbook Sagittarius!“ 😂

Es blieb nun nur noch Zeit für eine Frage. Die Fragestellerin ließ David entscheiden, ob er eine Frage zu den BAFTAs oder zu Macbeth haben wolle, er entschied sich sofort für Macbeth. Die Frage war nach der Rolle des Königs in Macbeth, was das Königsein für ihn zu bedeuten hatte. David antwortete, dass es um Ehrgeiz ginge und welche Ziele sich Menschen setzten. Ob man sich seinen Traum manifestieren kann usw. Ich hab die Antwort inhaltlich nicht ganz verstanden, was wohl daran liegt, dass ich Macbeth weder gesehen noch gelesen habe (NOCH nicht!).

Bevor er das Panel beendete, wies der Moderator noch auf jemanden im Publikum und sagte, dass eine junge Besucherin wohl ein bisschen Trost gebrauchen könnte, da er sie die ganze Zeit weinen sehe. David schaute suchend durchs Publikum, bis er sie sah. Er sprang gleich auf und fragte mehrfach beruhigend nach, was denn los sei. „Komm her, du bist doch unter Freunden.“ David gab ihr eine dicke Umarmung und sagte ihr, dass alles gut werden würde. Durch Zufall fand ich das Mädel später bei instagram, und wenn ich es richtig gelesen habe, hatte sie wohl vor lauter Freude über David geweint. Er sprang zurück auf die Bühne und bedankte sich, womit das Panel beendet war.

David umarmt einen Fan
David-Hug

Letzte Foto-Op

Das Panel hatte später angefangen als geplant, dadurch endete es natürlich auch später. Ich wollte direkt im Anschluss des Panels zum Nina&Maggie-Foto, der Ersatz-Slot war ja jetzt. Die Sache mit dem „5min vorher da sein“ hatte wegen der Verspätung nicht geklappt, genauer gesagt war es jetzt auch schon eher „5min nachher“. Ich ließ Su zurück, joggte übers Gelände zurück zum Foto-Gebäude und fragte die Helferin, ob Maggie & Nina noch da seien. Das waren sie, aber ich sollte mich beeilen. Ich eilte also die Treppen rauf, und durch den Gang in den Foto-Raum, wo auch noch alle Gäste waren (außer David, der war ja gerade noch beim Panel). Sylvester saß auf einem der Stühle, die anderen standen herum und unterhielten sich. Maggie und Nina waren schon fast beim Gehen, wurden aber für mich nochmal zum Foto-Spot gebeten. Ich entschuldigte mich mehrfach bei ihnen, doch sie meinten beide mehrfach „no no, it’s okay!“. Als wir dann da so standen, stellte Nina fest, dass die beiden jetzt andersrum standen als bei den ganzen vorherigen Bildern. „Your photo is very special!“ Hihi! Das Foto war wieder schnell gemacht, ich verabschiedete mich mit “see you later at the autographs.“, worüber sich die beiden freuten.

Anne & Maggie Service & Nina Sosanya
Foto mit Maggie Service & Nina Sosanya

Alles wieder eingepackt und verpackt – erst den Code gescannt natürlich – und wieder nach unten gegangen, wo die Helferin gleich fragte, ob alles geklappt hätte. Das hat es! Später fragte ich mich, ob die Frau, die vorher mit mir nach dem Duo-Foto gefragt hatte, es auch zum Foto geschafft hat? Hat sie das Panel dafür früher verlassen? Ist sie auch rübergelaufen? Vor mir? Nach mir?

Autogramme einsammeln

Ich ging erstmal wieder raus, setzte mich an einen Tisch vor den Autogrammen und sagte Su Bescheid, wo sie mich finden konnte. Dann machte ich mich nochmal ans Drucken. Ich hatte vorher schon die beiden David-Fotos ausgedruckt, jetzt dann noch schnell die Bilder von Peter, Ty und Nina&Maggie. Ich hatte mir einen Mini-Printer gekauft, das war echt eine gute Idee. Auch wenn die Bilder ein biiiisschen größer sein könnten, aber trotzdem eine super Sache. Die Original-Fotos sind nämlich immer viel zu groß für mein Autogrammbuch. Ich klebte die Bilder ein und eine Frau am Tisch fragte neugierig nach dem Drucker und ob er Sticker drucken würde. Das wäre natürlich auch noch super, wenn die Bilder gleich kleben würden, aber bestimmt gibt es das auch zu kaufen. Ich musste jetzt mit Klebepunkten arbeiten, auch easy. Ich wollte zu den beiden David-Fotos auch noch einen Sticker kleben, hatte vorher ein paar lustige David-Sticker bei etsy gekauft. Konnte mich jetzt aber nicht ganz entscheiden, sodass ich Su fragte, die sich für die Pineapple-Variante entschied (Alternative war Stan the Pan Man). Der Aufkleber kam zu meinen Fotos, dann stellten wir uns an.

Qual der Wahl: „Staged“ oder insta-Story?

Zum Glück nicht in der unfassbar langen Schlange, sondern neben der Tür, mit unserem schönen Fastlane-Bändchen. Damit wir aber nicht ganz so asi rüberkommen, machten wir wieder lustiges Reißverschluss-Verfahren – doch die normal Anstehenden waren noch nicht ganz fertig mit vorbereiten, sodass wir dann doch direkt drin waren mit nur wenigen Leuten vor uns. Vor mir stand eine richtig tolle Muriel, die ein Kissen unterschrieben bekommen wollte. Es war ein Doctor Who-Bild darauf gestickt worden. David war sich nicht sicher, ob es klappen würde und hatte Angst, das Kissen zu versauen. Ich denke, weil die Stiche so grob waren, war ja bei „meinen“ feinen Stichen schon nicht ganz so einfach. Er versuchte es, doch es klappte nicht, sodass sie schnell eine Doctor Who-DVD (oder BR?) aus der Tasche zog. „This will work, for sure!“ sagte David, unterschrieb, und empfahl ihr, es erst noch kurz trocknen zu lassen, bevor sie es wieder wegpackte.

Dann war ich dran. Ich legte ihm mein Autogrammbuch hin und sagte, dass er die ganze Seite habe – „Oh, I love it!“ Während er schrieb, berichtete ich ihm, dass ich ein bisschen spät dran sei mit dem ganzen David Tennant-Fansein. „Oh, you’re never late, there’s always time to catch up!” Ich versuchte noch, ihm so halbwegs zu erzählen, wie das kam, doch die Augen der Nebendransitzerin, die beim Ansetzen des neuen Satzes schon sehr gebohrt hatten, bohrten immer mehr, schoben mich mit Blicken weg. David lachte über meine Erzählung, doch ich wollte das Ganze dann nicht Ausreizen, bedankte mich und verabschiedete mich von ihm. Wie dumm eigentlich von mir, ich wollte ihn eigentlich noch fragen, ob er denn auch mal Cons in Asien besucht, da eine Freundin auf den Philippinen ihn so gerne mal sehen würde. Hatte gedacht, ich bekomme das noch im Gespräch unter, aber das war ja mal nix. Vor allem wegen Frau Homelander-Auge hahaha. Aber ich nehme ihr das gar nicht übel, sie musste ja drauf achten, dass es voran geht. Vor allem, da David später pünktlich zum Flughafen musste.

Autogramm von David Tennant, neben den Fotos der Foto-Ops und einem Pineapple-Sticker
Davids Autogramm

Su war als nächstes dran. Dieses Mal wartete ich nicht auf sie, denn ich hatte ja noch ein paar weitere Autogramme auf meinem Plan. Ty war als nächstes dran. Ich gab der Helferin meinen Voucher, ihm mein Autogrammbuch. Die Helferin (ich glaube, es war sogar die gleiche mit der Schuhgröße 43?) sah direkt, dass ich mein Foto in klein ausgedruckt hatte und fragte mich über den Drucker aus 😀 Ich half ihr, ihn bei Amazon zu finden und weil wir uns auf Deutsch unterhielten, sagte ich Ty noch schnell, was wir denn da quatschten, damit er sich nicht so außen vor fühlt. Nicht, dass ihn der Drucker interessieren würde, aber ist ja doof, wenn man da jemanden vor sich stehen hat, der dann nichtmal mit einem redet 😄 Ich fragte ihn, wie es ihm gefallen hat („I had a great time!“) und wieviele Cons er denn schon so gemacht habe (vier), und sprach ihn auf seine Musik an, worauf er ein wenig redseliger wurde. Momentan macht er außerhalb der UK aber noch keine Auftritte, würde er aber gerne. Geht aber noch nicht, aus finanzieller Sicht, klar, dafür ist er wohl noch nicht bekannt genug. Ich fänd’s cool, wenn er es vielleicht sogar mal mit einer Con verbinden kann, fand er eine gute Idee. Wobei es evtl für die Band-Kollegen doof ist? Keine Ahnung. Ich wünsche ihm jedenfalls viel Erfolg.

Autogramm von Ty Tenannt, neben dem Foto der Foto-Op.
Tys Autogramm

Als nächstes ging ich zu Nina. Neuer Spruch von mir: „You’ve got a half page.” 😄 Ich hatte ja das Duo-Foto gemacht, also mussten sich die beiden auch eine Buch-Seite teilen. Nina war nicht ganz so gesprächig, aber trotzdem sehr nett. War sicher auch für sie ein langer Tag und sie freute sich bestimmt auf den Feierabend. Es gab trotzdem einen schönen Autogramm-Spruch, und als ich sie fragte, ob ihr die Con gefallen habe, bejahte sie es.

Als vorletztes ging es dann zu Maggie. Als ich ihr mein Autogrammbuch vorlegte, fand sie das ganz toll und fragte, ob sie sich das Cover ansehen dürfe. Natürlich darf sie das! Sie mochte das Cover, ich erzählte ihr aber auch direkt, dass es ein Einsteckcover ist, d.h. man kann von innen ein postkartengroßes Bild einstecken, was dann das Cover ist. Und ich hab einfach eine Gratis-Postkarte reingesteckt, die es auf der Buchmesse gab, auf der ich das Buch gekauft hab. Das fand Maggie aber trotzdem nett. Und fand es cool, dass ich einen Mini-Drucker hatte, um die Bilder in klein auszudrucken. Sie suchte dann nach einem schwarzen Stift, weil Nina ja auch in schwarz geschrieben hatte. Aber sie fand keinen. Ich versicherte ihr mehrfach, dass mir die Farbe ganz egal ist, sie auch in einer anderen Farbe schreiben könne. Es wurde dann ein blauer Stift, und Maggie meinte, dass sie dann aber wenigstens was ähnlich Nettes ins Buch schreiben wolle wie Nina. Das tat sie, und ich sagte, dass ich hoffe, dass sie eine gute Zeit auf der Con gehabt hatte. Das hatte sie. Ich wollte wissen, ob sie schon viele Cons gemacht hatte, aber das war wohl nun erst durch Good Omens gekommen, sodass sie erst auf ein paar Cons war. Aber es mache ihr großen Spaß. Das freute mich und ich wünschte ihr noch einen schönen Tag.

Autogramme von Maggie Service & Nina Sosanya, neben dem Duo-Foto aus der Foto-Op
Maggies und Ninas Autogramme

Nun fehlte mir nur noch Peter Davison. Doch ich war schon am Ende des Autogramm-„Ganges“ angekommen, hatte ich ihn übersehen? Kann ja gar nicht sein? Ich sprach eine Helferin an, die meinte, dass er eigentlich noch da sein müsse. Ich ging also nochmal zurück und fand schließlich seinen Tisch, allerdings ohne ihn. Ich fragte die Helferin, wann Peter denn zurückkomme. „Oh, der ist gerade weg, ich hole ihn schnell!“ Er war schon an der Tür, wurde aber zurückgerufen. Ich entschuldigte mich und sagte, dass ich auch später nochmal wieder kommen könne. Er sagte, dass wir das lieber jetzt machten, da er später nicht mehr da sei. Upps! Da hab ich ja gerade nochmal Glück gehabt! Auch er vermisste seinen schwarzen Stift und brauchte mehrere Versicherungen von mir, dass jede andere Farbe auch ginge. Er entschied sich auch für blau, schrieb ein nettes Autogramm rein und auch er sagte, dass er die Con super fand. Sehr schön!
Ich ging wieder raus, wo Su schon auf mich wartete. Sie hatte von draußen gesehen, dass Peter schon am Gehen war, als ich ihn noch brauchte, konnte aber nichts machen und war froh, dass es noch geklappt hatte, haha.

Autogramm von Peter Davison neben dem Foto aus der Foto-Op
Peters Autogramm

Die Con geht dem Ende zu

Wir setzten uns an einen Tisch, sortierten zum hundertsten Mal unsere Sachen (ok, hauptsächlich ich tat das) und ließen den Tag schonmal ein bisschen Revue passieren, erzählten uns gegenseitig, was bei unseren Meet&Greets erzählt wurde.

Die Schlange zu den Autogrammen wurde immer kürzer. Wir hatten irgendwo aufgeschnappt, dass David um allerspätestens 19 Uhr wegmüsse, das würde ja ganz gut funktionieren. Tatsächlich war die Schlange um 18:40 verschwunden, kurz drauf kam David mit seinen „Aufpassern“ aus der Tür. Es standen und saßen noch einige Leute herum, doch wieder einmal verhielten sich alle sehr respektvoll. Niemand kam angerannt, niemand kreischte irgendwas herum. Doch alle riefen ihm nach und nach ein „Thank you“ und „Bye!“ zu, was mehrfach von David erwidert wurde. Er lief direkt an unserem Tisch vorbei, da konnten wir ihn noch ein letztes Mal angucken, bevor er wieder in den Backstage-Bereich verschwand.

Wir beschlossen, uns auch auf den Weg zu machen, ich hatte noch eine weite Fahrt vor mir und Su wollte auch nicht allzu spät in ihr Hotel in Düsseldorf, von wo aus sie am nächsten Tag nach Hause fliegen würde. Wir gingen also in Richtung Ausgang, ich machte noch schnell ein Foto von einem ganzen Haufen Crowleys, die gemeinsam Hiobs Schriftrolle hielten, dann kamen wir an der Rückseite des Backstage-Bereichs vorbei, wo David gerade in ein Auto gestiegen war und weggefahren wurde. Weit kam er allerdings nicht, da der Sprinter von Metwabe, einem der Händler, gerade im Weg stand, um Sachen einzuladen. Der wurde aber schnell weggefahren.

Crowleys mit Hiobs Schriftrolle

Als wir draußen waren und über den Parkplatz zum Auto gingen, kam das Auto mit David vorbei. Das war so nicht geplant, und doch haben wir so seinen Besuch bis zur letzten Sekunde mitbekommen 😄 Im Auto warteten wir aber noch kurz, bis wir losfuhren. Nicht, dass es noch so aussieht, als würden wir wie so Creeps hinterherfahren.

Ich brachte Su zum Düsseldorfer Bahnhof, wo ich mich von ihr verabschiedete und mich dann auf den Weg nach Hause machte. Irgendwo machte ich noch einen Autobahnrasthof-Stopp bei Burger King, wo ich auch endlich ein Foto von Stephs Autogramm machte und ihr schickte, damit sie nicht noch länger darauf warten musste. Weiter ging die Fahrt, noch ein kurzer Tank-Stopp, und dann war ich um viertel nach elf zu Hause.

Convention-Fazit

Was ein langer Tag. Was ein toller Tag! Es war wirklich ein rundum gelungenes Event. Und schön, mal wieder auf einer kleinen Con zu sein. Und auf einer, die mit so viel Liebe auf die Beine gestellt wurde. Generell herrschte eine wunderbare Atmosphäre. Es kam mir vor, als würden einfach alle mit „their heads in the clouds“ rumlaufen, aber im absolut positiven Sinne.

Ich hoffe, die Veranstaltung wird in die nächste Runde gehen, ich würd mir sofort wieder Tickets kaufen. Es gibt ja auch noch andere Themen-Events, doch da kenne ich mich nicht mit allen aus. Vielleicht würde ich mir die Game of Thrones-Con mal ansehen, wenn ich die Gäste interessant genug finde.
Auf jeden Fall kann ich die Cons nur aus ganzem Herzen empfehlen, es war SO schön! Also, geht euch alle Tickets kaufen, auf www.proud-nerd.de

Logo der Proud Nerd-Convention

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