Während des Essens hatte der Himmel aufgeklart und wir hatten wieder schönes Wetter. Bevor wir unsere Reise fortsetzten, entschieden wir uns spontan für einen Besuch im Kiwi House, das uns die Travel Agency noch als Tipp in unsere Unterlagen geschrieben hatte.
Kiwis, Kiwis und Kiwis – drei grundverschiedene Sachen
Was es in einem Kiwi House gibt? Eine Ausstellung von grünen und goldenen Früchten mit pelzig-brauner Schale? Nein. Denn nicht nur das sind Kiwis. Es könnte auch eine Ausstellung über das Leben der Neuseeländer sein, denn diese nennen sich selbst auch Kiwis. Aber in diesem House gibt es die dritte Art dessen, was sich „Kiwi“ nennt: Vögel. Genauer gesagt: der Nationalvogel Neuseelands. Der Vogel hat kurze Beine, einen langen Schnabel, kann mit seinen kurzen Stummelflügeln nicht fliegen, ist fast blind und nachtaktiv. Deshalb bekommt man ihn auch in freier Natur nur selten zu sehen.


Hier im Kiwi House sind auch noch viele andere Tiere zu sehen. Wenn man den kleinen Park betritt, beginnt man aber mit den Kiwis. Sie haben ein Gehege in einem dunklen Haus, sodass sie als nachtaktive Vögel auch tagsüber zu sehen sind. Sie sind viel größer, als ich dachte, ausgewachsen haben sie etwa die Größe eines Huhns.
Leider war es so dunkel in dem Haus, dass das Fotografieren der Tiere unmöglich war, aber ich habe euch mal ein Foto von einem noch etwas jüngeren Tier rausgesucht:

Nach den Kiwis ging’s wieder ins Freie, die restlichen Tiere im Park lebten draußen. Hier gab es viele verschiedene Tiere, die in Neuseeland lebten, fast alle davon Vögel. Einige hatten große Gehege oder Käfige, einige liefen auch einfach frei herum. So kam es vor, dass einem plötzlich ein kleines Hühnchen vor die Nase lief.
Es war alles sehr schön angelegt, eine Art kleiner Zoo. Man lief wie durch einen Dschungel, die Wege waren wie hölzerne Brücken. So kam man mal an Enten vorbei, mal an Vögeln, die aussahen wie dünne Kiwis, mal an kleinen gelben oder grünen Geckos.






Begegnung mit einem Drachen – und einem Kakariki
Während wir so durch den Park spazierten, bemerkten wir plötzlich ein Tier am Wegesrand. Wir waren eigentlich schon fast dran vorbei gegangen, weil es so still da saß und mit seiner Farbe fast im am Boden liegenden, vertrockneten Laub verschwand. Doch da saß es: ein Tuatara. Diese werden auch gern als Drachen Neuseelands bezeichnet. Denn sie sind zwar der Gattung der Echsen zugeordnet, sind aber die einzigen Überlebenden der Sphenodontia, zu denen vor 150 Millionen Jahren diverse Dinosaurier gehörten. Dieser Dinosaurier hier ist allerdings ein ganz kleiner, die Tuataras werden bis zu 75cm lang.

Während wir uns noch mit ihm beschäftigen, war Katharina schon ein bisschen vorgegangen und hatte Bekanntschaft mit einem neugierigen, grünen Vogel gemacht. Und mit einem Park-Mitarbeiter, der ihr ein paar Walnüsse in die Hand drückte. Mit denen konnten wir den Vogel, der den witzigen Namen Kakariki trägt, auf unsere Hand locken. Er hatte keine Angst vor uns und pickte genüsslich an der Nuss herum.


On the road again
Nachdem wir uns also mit der Fauna Neuseelands bekannt gemacht hatten, setzten wir unsere Fahrt fort. Unser nächster Stopp war in Rotorua. Etwa anderthalb Stunden Fahrt durch die sonnige Landschaft. Zum ersten Mal Tanken, dann Check-in im Astray Motel.

