Vom Times Square gingen wir zum Central Park. Das ist nicht weit, wir folgten einfach der 7th Avenue, etwa 10 Straßen hoch, dann geht’s in den Park. Aber warum direkt reingehen, wenn man sich noch ein wenig auf die Folter spannen kann? Das Straßenschild, das den Park ankündigte, ignorierten wir. Okay, erstmal fotografierten wir es, aber dann ignorierten wir.

Rund um den Circle
Wir bogen nach links in die 59th Street und folgten ihr, immer am Rande des Parks entlang, bis zum Columbus Circle. Ein Kreisverkehr, an dem man neben dem Trump Hotel noch das Museum of Arts and Design findet oder den Fernsehsender CNN. Am Rande des Parks, an der westlichen Ecke, steht eine goldene Statue auf einem hohen, steinernem Sockel – das Maine Monument. Eine Erinnerung an das 1898 explodierte Schiff USS Maine.



Kurzes Hotdogs-Knowledge
Hier stehen auch zahlreiche Hot Dog-Stände. Die stehen sowieso überall in New York herum, doch hier besonders gehäuft. Achtung: auch die Preise häufen sich hier. 7 Dollar für ein Hot Dog sind nicht normal, auch wenn das hier gern behauptet wird. Je nachdem, wo in New York man sich gerade befindet, kosten die eher so zwischen einem und 3,50 Dollar. Als plain Hot Dog ohne fancy Zeugs drauf. Vielleicht 5 Dollar mit Zwiebeln und Käsesoße und Gürkchen usw. Und: die Hotdogs von Nathan’s (grün-gelbes Logo) sind ggf auch etwas teurer, dafür aber auch die leckersten.

Ohne Rikscha zur Brücke
Wir wollen ja aber erstmal in den Central Park. Und wenn ich jetzt hier jedes Mal reinschreibe, wann und wo wir uns ein Hot Dog gekauft habe, könnte ich fast nen eigenen Blog für die Hot Dogs schreiben. An dieser Eingangs-Ecke sind neben vielen Hot Dog-Ständen auch noch viele Leute, die einem etwas aufschwatzen wollen. Entweder Miet-Fahrräder für den Park oder eine Fahrt in einer Art Rikscha. Beides nicht gerade günstig. Zumal man auf vielen Wegen eh nicht radeln darf. Das wussten wir zwar damals noch nicht, aber wir wollten es ja eh langsam angehen und spazierten zu Fuß in den Park. Wir liefen in Richtung oben. Und kamen an der berühmten Bow Bridge vorbei, die gern mal genutzt wird, um darauf Heiratsanträge zu machen.




Viel zu sehen am Lake
Schließlich kamen wir zum Ufer von „The Lake“, einem der Seen im Park. Auf diesem hier kann man mit einem Ruderboot herumpaddeln. Die Bow Brücke führt auch über einen Teil des Sees . Wir kamen aber hier her, damit Alex ein Foto machen konnte. Bei seinem ersten Besuch in New York, 1995, hatte er hier schon einmal ein Foto gemacht und kam seitdem immer an diesen Ort zurück, um das Foto erneut zu schießen. Das ist echt interessant, wie sich ein Ort im Laufe der Jahre verändert. Ich sah allerdings erstmal keine Veränderung, für mich war ja alles neu. Der See, der kleine Weg, die Bänke, die Hütte. Und etwas weiter drin im See: Felsen. Wo Leute drauf rumkletterten. Wie cool, das will ich auch!



Felsenkletterei
Nachdem Alex sein Foto gemacht hatte (mit mehreren Versuchen), folgten wir dem Weg herunter zum See (Schildkröte!), dann dem Pfad am Ufer entlang (Libelle!) zu den Felsen. Vorbei an Schilf und einem kleinen Pavillon, in dem gerade eine kleine Hochzeitsfeier stattfand. Wir aber kletterten die kleinen Felsen hoch und in der kleinen Felslandschaft herum. Ich mag es, Wege zu gehen, die nicht wie Wege aussehen. Nix geteertes, nix ausgetretenes, nix mit Pflastersteinen. Ok, hier war es wohl auch ziemlich ausgetreten, denn zahlreiche Leute tummelten sich auf den Steinen, aber egal, es war ja trotzdem anders. Und kein Weg.



Ein Platz an der Sonne
Auf den Felsen befand man sich quasi so halb im See. Wenn man sich dumm genug anstellte, könnte man auch ganz leicht in eben diesen reinfallen, aber das machten wir mal lieber nicht. Stattdessen suchten wir uns ein nettes Plätzchen in der Sonne, saßen auf dem Stein, ließen die Beine baumeln und genossen die großartige Sicht auf die New Yorker Skyline, die hinter dem See und den Bäumen aufragte. Wunderbar.



Ab in den Wald
Nach einer Weile verließen wir unseren schönen Sitzplatz und folgten weiter dem Weg. Eine Gabelung hier, eine Kreuzung dort, irgendwann wussten wir nicht mehr, wo im Park wir uns gerade befanden. War aber auch egal, denn überall sah es schön aus.





Irgendwann kamen wir aus dem Wald wieder heraus und landeten ziemlich bald am Bethesda Fountain. Einem großen Springbrunnen an einem Platz mit einem Durchgang. Durch den übrigens Kevin in „Kevin allein in New York“ lief. Der bekommt aber einen eigenen Beitrag, also bitte noch ein kleines Weilchen aufs Foto warten 😉




Eine Straße mit vielen Bäumen
Auf der anderen Seite des Durchgangs ist eine ziemlich lange Allee. Dieser folgten wir und fanden ziemlich am Anfang eine kleine Bühne. Diese wurde gerade genutzt, um ein Fotoshooting von einer Ballerina zu machen. Ganz schön imposant, wie die auf den Zehenspitzen im Spagat steht. Zwar nur kurz, aber egal. Ich krieg mein Bein nichtmal für ne halbe Sekunde so hoch. Ein Stückchen weiter gingen wir noch den Weg durch die Allee entlang, dann machten wir eine weitere Pause, um den Ort zu genießen. Oder, wie wir sagten, „um zu sein“. Man muss allgemein im Urlaub einfach viel häufiger einfach nur „sein“. Von einer zur nächsten Sehenswürdigkeit hetzen ist doch doof. Dann hat man zwar viel gesehen, aber hat doch irgendwie außer Stress nix vom Gefühl der Stadt mitbekommen. Einfach mal irgendwo hinsetzen und nix machen. Die Leute beobachten, die Tiere beobachten, den Geräuschen lauschen… eben einfach nur dort sein.



Einfach nur sein.
So setzten wir uns auf die laaange, lange Bank, die den Weg durch die Allee säumt und blieben eine Weile. Wir beobachteten einen Mann, der riesige Seifenblasen machte, wenn Kinder ihm ein paar Dollar gaben. Wir lauschten einem japanischen Paar, das auf einer japanischen Geige Musik machte. Wir sahen den Leuten zu, die hier mit ihren Hunden spazieren gingen. Wir beobachteten die Touristen, die gemütlich durch den Parks schlenderten. Wir hätten noch ewig dort sitzen können. Bei strahlendem Sonnenschein auf unserem schattigen Plätzchen, eine kalte Cola vom Hot Dog-Stand in den Händen. Den Lärm von der Stadt außenrum hört man übrigens kaum bis gar nicht. Je nachdem, wo im Park man sich gerade befindet. Eine echt Ruhe-Oase.




Bis bald!
Doch irgendwann sind wir dann doch aufgestanden, wurden auch langsam hungrig und wollten am Abend noch auf die Brooklyn Bridge. Von der erzähle ich aber erst im nächsten Beitrag 😉

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